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Evangelisches Gesangbuch für Rheinland und Westfalen : [nebst] Ordnung des Gottesdienstes
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Gebete für Kranke und Sterbende.

7. Gebete, dem Sterbenden vorzusprechen.

1. Ach barmherziger, gütiger Gott, hilf mir in meinem Leiden und in meiner Todesstunde; o mein Gott, du bist ja allezeit mein gnädiger Gott und mein Bestand gewesen, ach bleibe es auch jetzt. O Jesu, bleibe bei mir, es will Abend werden, und der Tag meines Lebens hat sich geneiget. werter heiliger Geist, stärke mich, erhalte mich in festem Glauben bis an mein Ende, erleuchte mich zum ewigen Leben. Ich will auf Jesu Blut und Wunden sterben: dem lebe ich, dem sterbe ich, auf sein Verdienst verlasse ich mich. Amen.

2. Wie der Hirsch schreiet nach frischem Wasser, so schreiet meine Seele, Gott, zu dir; meine Seele dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott; wann werde ich dahin kommen, daß ich Gottes Angesicht schaue? Jesu, du Licht meiner Seele, wenn meine Augen wollen dunkel werden, so laß in meiner Seele aufgehen die himmlische Klarheit; weiche nicht von mir, wenn meine Augen brechen; zeige mir alsdann deine Gestalt und laß mich sehen dein Bild, wie du dich am Kreuz zu Tode geblutet hast. Ob ich schon wandre im finstern Thal, fürchte ich kein Unglück, denn mein Jesus ist bei mir. Ja, mein Jesu, bleibe bei mir, stärke mich im Glauben und laß mich dein Eigentum sein hier zeitlich und dort ewig. Amen.

3. Dennoch bleibe ich stets an dir, denn du hältst mich bei meiner rech⸗ ten Hand, du leitest mich nach deinem Rat und nimmst mich endlich mit Ehren an.

Durch deinen Todeskampf und blutigen Schweiß hilf mir, lieber Herr, ich weiche nicht von dir, ach bleibe du auch bei mir. Jesu, wenn mein Kampf angehr, so hilf mir ringen, so hilf mir siegen und überwinden; wenn die Augst meines Herzens groß wird, so führe mich aus meinen Nöten. Ich bin ja dein Eigentum, darum führe mich durch alle Angst hindurch zur Freude, zur Wonne, zur Herrlichkeit. Bist du mit mir, so fürchte ich mich nicht, so bin ich selig, so werde ich zur Freude eingehen. Amen.

8. Sprüche, dem Sterbenden vorzusprechen.

Ob ich schon wanderte im finstern Thal, fürchte ich kein Unglück, denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich. Psalm 23, 4.

Christus ist mein Leben, und Sterben ist mein Gewinn. Phil. 1, 21.

Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöset, ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein. Jes. 43, 1.

Der Herr wiro dich erlösen von allem übel und dir aushelfen zu sei⸗ nem himmlischen Reiche; welchem sei Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 2. Tim. 4, 18.

V

In der Welt habt ihr Angst, aber seid getrost, ich habe die Welt über⸗

Vater, in deine Hände befehle ich meinen Geist; du hast mich erlöset, an en Ich Herr, du treuer Gott. Psalm 31, 6.

Herr Jesu, nimm meinen Geist auf. Ap.⸗Gesch. 7, 58.

8 Gute, an Le Elend erhalt nun d tausen Grabe

L

werde bestän Ende und e worde sei. wieder

S Blut mögen Und d reichen Geiste

Mattl Matt Lue. Joh. Liede