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Evangelisches Gesangbuch für Rheinland und Westfalen : [nebst] Ordnung des Gottesdienstes
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sonder Bund der Gnade, nicht zweifeln, du wollest ewiglich unser gnädiger Vater sondern uns an Leib

sein und uns unsere Sünden nimmermehr zurechnen, und Seele versorgen, als deine lieben Kinder und Erben. Verleihe uns auch deine Gnade, daß wir getrost unser Kreuz auf uns nehmen, uns selbst verleugnen, unsern Heiland bekennen und in aller Trübsal mit aufgerich⸗ tetem Haupte unsers Herrn Jesu Christi warten, welcher unsern sterblichen Leib seinem verklärten Leibe ähnlich machen und uns zu sich in den Himmel aufnehmen wird in Ewigkeit. Amen.

2. Gebet beim Empfange des heiligen Abendmahls.

Herr Jesus Christus, dein heiliger Leib stärke und bewahre mich im rechten Glauben zum ewigen Leben. Amen.

Herr Jesus Christus, dein heiliges Blut stärke und bewahre mich im rechten Glauben zum ewigen Leben. Amen.

3. Danksagung nach dem heiligen Abendmahle.

Lobe den Herrn, meine Seele, und was in mir ist, seinen heiligen Namen. Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiß nicht, was er dir Gutes gethan hat; der dir alle deine Sünden vergiebt und heilet alle deine Gebrechen, der dein Leben von dem Verderben erlöset, der dich krönet mit Gnade und Barmherzigkeit. Barmherzig und gnädig ist der Herr, geduldig und von großer Güte. Er handelt nicht mit uns nach unsern Sünden und vergilt uns nicht nach unserer Missethat. Denn so hoch der Himmel über der Erde ist, läßt er seine Gnade walten über die, so ihn fürchten. So fern der Morgen ist vom Abend, läßt er unsere Ubertretung von uns sein.

Wie sich ein Vater über seine Kinder erbarmet, so erbarmet sich der Herr über die, so ihn fürchten. Welcher auch seines eigenen Sohnes nicht hat verschonet, sondern hat ihn für uns alle dahingegeben; wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken? Darum beweiset Gott seine Liebe gegen uns, daß Christus für uns gestorben ist, da wir noch Sünder waren: so werden wir vielmehr durch ihn behalten werden vor dem Zorn, nachdem wir durch sein Blut gerecht geworden sind.

Denn so wir Gott versöhnet sind durch den Tod seines Sohnes, da wir noch Feinde waren, vielmehr werden wir selig werden durch sein Leben, nachdem wir ihm versöhnet sind.

Darum soll mein Mund und Herz des§ an bis in Ewigkeit. Amen.

errn Lob verkündigen, von nun

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D). Vereitung zum Eide.

Sirach 23, 9—14. Gewöhne deinen Mund nicht zum Schwören und Gottes Namen zu führen. Denn gleichwie ein Knecht, der oft gestäupet wird, nicht ohne Striemen ist, also kann der auch nicht rein von Sünden sein, der oft schwöret und Gottes Namen führet. Wer oft schwöret, der sündiget oft, und die Plage wird von seinem Hause nicht bleiben. Schwöret er und ver⸗ stehet es nicht, so sündiget er gleichwohl; verstehet ers und verachtets, so sündiget er zwiefältig; schwöret er aber vergeblich, so ist er dennoch nicht ohne Sünde; sein Haus wird hart gestraft werden.

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