nsrer Hegin⸗ euern
Gebete für die häusliche
ein neues Jahr anfangen, so kommen wir vor dein heiliges Angesicht und rufen zu dir, daß du uns, Gott, erhören wollest. Neige deine Ohren zu uns, laß unser Gebet dir zu Ehren und zu unserem Besten geschehen. Er⸗ leuchte und bekehre uns, daß wir von uns ablegen den alten Menschen, der durch Lüste in Irrtum sich verderbet, und den neuen Menschen anziehen, der nach Gott geschaffen ist; gieb Gnade, daß wir das ungöttliche Wesen verleugnen, hingegen anlegen die Waffen des Lichts und ehrbarlich wan⸗ deln als am Tage. Gott, sei uns gnädig und segne uns in der Kirche: lege dein Wort in den Mund unsrer Prediger, daß sie mit freudigem Auf⸗ thun desselben das Geheimnis des Evangelii kund machen, uns lehren, trösten, vermahnen und strafen mit ganzem Ernst. Segne unsre Obrigkeit und gieb ihr wahre Furcht Gottes, Weisheit und Verstand, seliglich und wohl zu regieren, Friede und Einigkeit zu erhalten, auf daß wir unter ihrem Regiment noch länger haben mögen Gottes Wort, zeitlichen Frieden und Nahrung. Siehe auf den Hausstand und fördere das Werk unserer Hände. Hilf, daß Eltern Freude an ihren Kindern haben, die Kinder aber die Eltern ehren. Hilf, daß Brüder eins seien, die Nachbarn sich lieb ha⸗ ben, Mann und Weib in Einigkeit und rechtem Frieden leben. Siehe an die Thränen der Witwen und Waisen, verachte nicht ihr Gebet und ihre Klagen. Rette alle, die in Kreuz und Trübsal, in Krankheit und anderen Anfechtungen sind. Tröste alle, die um deines heiligen Namens und um der Wahrheit willen verfolgt werden; gieb ihnen Geduld und Trost, daß sie in allem deinen väterlichen Willen erkennen. Hilf den Armen, daß sie sich ge⸗ nügen lassen und in dir reich sein lernen. Behüte die Reichen. daß sie nicht stolz seien, sondern auf dich, den lebendigen Gott, hoffen, der du ihnen allein darreichst, was sie genießen. Himmlischer Vater, du weißt, was wir bedür⸗ fen, darum beschere uns, was uns gut ist, zeitlich und ewiglich. Lehre uns thun nach deinem Wohlgefallen, dein guter Geist führe uns auf ebener Bahn, daß wir alles, was du uns befiehlst, hören und thun und davon nicht wei⸗ chen weder zur Rechten noch zur Linken. Steure allen Feinden und be⸗ kehre, die noch ferne von dir sind; segne alle frommen Herzen, und wenn du uns in diesem Jahre willst aus diesem Jammerthale abfordern, wie wir denn nicht wissen, was heute oder morgen sich begeben mag, ach Herr, so erzeige uns die Gnade und nimm unsern Geist weg in Frieden und laß Am selig einschlafen in deinem lieben Sohn, unserm Heilande Jesu Christo! men.
5. Epiphanienzeit.
Großer Himmelskönig Jesus Christus, dir sagen wir demütigen Dank, daß du nicht allein zur Freude deines auserwählten Volkes, sondern auch zum Troste der Heiden gekommen bist, uns zu Mitgenossen deiner Gnade und deines Reiches gemacht und uns solches geoffenbaret hast. Wie sollen wir dich für deine Wohlthat genugsam preisen? Wir waren außer der Bür⸗ gerschaft Israels und fremd von dem Testament der Verheißung, wir hat⸗ ten keine Hoffnung und waren ohne dich in der Welt. Aber du hast uns herzugeführt, uns zu Bürgern mit den Heiligen und zu deinen Hausgenos⸗ sen gemacht. Ach laß dein Wort den Stern sein, welchem wir folgen, um dich im Genusse deiner Gnade gewiß zu finden. Und ob wir uns durch unsere eigenen Gedanken von deinem Licht und Stern haben abwenden lassen, so bringe uns doch gnädig wieder zurecht und laß uns nicht auf Irrwegen fortgehen. Laß uns auf dein Wort achten als auf ein Licht, das da schei⸗ net in einem dunkeln Orte; laß in unsern Herzen den Tag selbst anbrechen und den Morgenstern aufgehen, daß wir dich sehen in deinem Lichte und
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