Gebete für die häusliche Andacht.
chen: Meine Zuversicht und meine Burg? O wohl ein treuer Gott, auf den ich hoffe, auf den ich mich in völligem Glauben lehne! Denn du hast mich
und mein Haus diese ganze Woche vor so mancherlei Unfall in Gnaden be⸗
wahret. Wie viel, wie reichlich hast du mir täglich vergeben! Wie herzlich hast du dich meiner Seele angenommen, daß sie nicht verdürbe! Und ob du uns auch gezüchtiget und mit Leiden und Widerwärtigkeiten heimgesuchet, so hast du uns doch dem Tode nicht übergeben, sondern es ist uns zu Nutz
geschehen, daß wir deine Heiligung erlangen.
Ach vergieb mir um Jesu Christi willen meine Sünden, welche ich wi⸗ der dich, wider meinen Nächsten und wider mich selbst begangen habe. Schaffe mir, Gott, ein rein Herz durch das Blut Jesu deines Sohnes und einen neuen Geist durch deinen heiligen Geist. Und gleichwie du mir aus Gnaden meine vielen Übertretungen erlässest, mit welchen ich diese Woche hindurch übertreten habe, also neige auch mein Herz durch deine Erbarmungen zur Erbarmung gegen alle, die mich beleidigt haben, daß ich ihnen auch vergebe von Herzen, einem jeglichen seine Fehle. Ich weiß ja nicht, ob nicht in dieser Nacht mit dem Ende dieser Woche auch das Ende meines
Lebens einbrechen möchte. Darum laß mich nicht, weder in der Sünde des
Zorns und der Unversöhnlichkeit, noch sonst in einem Laster sterben oder verderben, sondern in Christo Jesu meinem Heiland erfunden werden. In diesem tröste ich mich: du, Herr, bist meine Zuversicht, und du, Höchster, bist meine Zuflucht. Nur bereite mich, alle die Meinigen und alle, die nach dir fragen und dein Heil lieb haben, durch deine Kraft, daß ein jeder das Werk, das du ihm befohlen hast, von Tag zu Tag treulich ausrichte und am Ende seines Lebens mit Freuden vollendet habe, damit das Ende unse⸗ res Lebens, es kommme heut oder morgen, eine Befreiung von dem Dienst des vergänglichen Weseus und ein Anfang der herrlichen Freiheit der Kin⸗ der Gottes in jener Welt sei. Das thue, lieber Vater, um Jesu Christi, deines lieben Sohnes, unsers Herrn und Heilandes, willen. Amen.
III. Tischgebete.
1. Vor dem Essen.
1. Aller Augen warten auf dich, Herr, und du giebst ihnen ihre Speise zu seiner Zeit. Du thust deine Hand auf und sättigest alles, was da lebet, mit Wohlgefallen.
Herr Gott, himmlischer Vater, segne uns diese deine Gaben, die wir von deiner milden Güte zu uns nehmen, durch Jesum Christum unsern Herrn. Amen.
2. Komm, Herr Jesu, sei unser Gast und segne, was du uns bescheret hast. Amen.
2. Nach dem Essen.
1. Danket dem Herrn, denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich: der allem Fleische Speise giebt, der dem Vieh sein Futter giebt, den jungen Raben, die ihn anrufen. Der Herr hat Gefallen an denen, die ihn fürchten und auf seine Güte warten.
Wir danken dir, Herr Gott Vater, durch Jesum Christum unsern Herrn, für alle deine Wohlthat, der du lebest und regierest in Ewigkeit. Amen.
2.— Bleib du
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