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Evangelisch-lutherisches Gesangbuch der Hannoverschen Landeskirche
Entstehung
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Weihnachtslieder. 27

50.

Eigene Melodie. Rewmt und laßt uns Christum ** ehren, Herz und Sinnen zu ihm kehren, singet fröhlich, laßt euch hören, wertes Volk der Christenheit!

2. Sünd und Hölle mag sich grämen, Tod und Teufel mag sich schämen, wir, die unser Heil an⸗ nehmen, werfen allen Kummer hin.

3. Sehet, was hat Gott gegeben! Seinen Sohn zum ewgen Leben. Dieser kann und will uns heben aus dem Leid ins Himmels Freud.

4. Seine Seel ist uns gewogen, Lieb und Gunst hat ihn gezogen, uns, die Satanas betrogen, zu besuchen aus der Höh.

5. Jakobs Stern ist aufgegan⸗ gen, stillt das sehnliche Verlangen, bricht den Kopf der alten Schlan⸗ gen und zerstört der Hölle Reich.

6. Unser Kerker, da wir saßen und mit Sorgen ohne Maßen uns das Herze selbst abfraßen, ist ent⸗ zwei, und wir sind frei.

7. O du hoch gesegn'te Stunde, da wir das von Herzensgrunde gläuben und mit unserm Munde danken dir, o Jesulein!

8. Schönstes Kindlein in dem Stalle, sei uns freundlich, bring uns alle dahin, da mit süßem Schalle dich der Engel Heer erhöht.

Paul Gerhardt g. 1607 4+ 1676.

51. Mel. Da Christus geboren war. W Gnadenthron, Got⸗ tes und Marien Sohn, Gott und Mensch, ein kleines Kind, das

man in der Krippe findt! Großer Held von Ewigkeit, dessen Macht und Herrlichkeit rühmt die ganze Christenheit!

2. Du bist arm und machst zugleich uns an Leib und Seele reich, du wirst klein, du großer Gott, und machst Höll und Tod zu Spott. Aller Welt wird offen⸗ bar, ja auch deiner Feinde Schar, daß du, Gott, bist wunderbar.

3. Laß mir deine Güt und Treu täglich werden immer neu, Gott, mein Gott, verlaß mich nicht, wenn mich Not und Tod anficht. Laß mich deine Herrlichkeit, deine Wundergütigkeit schauen in der Ewigkeit!

Joh. Olearius g. 1611 + 1684.

52.

Mel. O daß ich tausend Zungen hätte.

Die; ist die Nacht, da mir er⸗ schienen des großen Gottes Freundlichkeit; das Kind, dem alle Engel dienen, bringt Licht in meine Dunkelheit, und dieses Welt⸗ und Himmelslicht weicht hunderttausend Sonnen nicht.

2. Laß dich erleuchten, meine Seele, versäume nicht den Gna⸗ denschein! Der Glanz in dieser kleinen Höhle streckt sich in alle Welt hinein, er treibet weg der Hölle Macht, der Sünde und des Kreuzes Nacht.

3. In diesem Lichte kannst du sehen das Licht der klaren Selig⸗ keit; wenn Sonne, Mond und Stern vergehen, vielleicht noch in gar kurzer Zeit, wird dieses Licht mit seinem Schein dein Himmel und dein alles sein.