20 Weihnachtslieder.
39.
Mel. Vom Himmel hoch da komm ich her.
Nom Himmel kam der Engel
Schar, erschien den Hirten offenbar; sie sagten ihn'n: Ein Kindlein zart das liegt dort in der Krippe hart,
2. Zu Bethlehem, in Davids Stadt, wie Micha“) das ver⸗ kündet hat; es ist der Herre Jesus Christ, der euer aller Heiland ist.
WMich. 5, 1.
3. Des sollt ihr billig fröhlich sein, daß Gott mit euch ist worden ein. Er ist geborn eur Fleisch und Blut, eur Bruder ist das ewge Gut.
4. Was kann euch thun die Sünd und Tod? ihr habt mit euch den wahren Gott. Laßt zürnen Teufel und die Höll, Gotts Sohn ist worden eur Gesell.
5. Er will und kann euch lassen nicht, setzt ihr auf ihn eur Zu⸗ versicht. Es mögen euch viel fechten an, dem sei Trotz, ders nicht lassen kann.
6. Zuletzt müßt ihr doch haben Recht, ihr seid nun worden Gotts Geschlecht. Des danket Gott in Ewigkeit, geduldig, fröhlich allezeit!
Martin Luther g. 1483 + 1546.
40.
Eigene Melodie. D² Tag der ist so freudenreich aller Kreature, denn Gottes Sohn vom Himmelreich über die Nature von einer Jungfrau ist geborn; Maria, du bist auser⸗ korn, daß du Mutter wärest. Was geschah so wundergleich? Gottes
Sohn vom Himmelreich der ist Mensch geboren.
2. Ein Kindelein so löbelich ist uns geboren heute von einer Jung⸗ frau säuberlich, zu Trost uns armen Leuten. Wär uns das Kindlein nicht geborn, so wärn wir allzu⸗ mal verlorn, das Heil ist unser aller. Ei, du süßer Jesu Christ, daß du Mensch geboren bist, behüt uns vor der Hölle.
Nach dem Latein. Dies est laetitiae.
41.
Eigene Melodie.
Eebt Gott, ihr Christen alle gleich, — in seinem höchsten Thron, der heut schleußt auf sein Himmelreich und schenkt uns seinen Sohn.
2. Er kommt aus seines Vaters Schoß und wird ein Kindlein klein, er liegt dort elend, nackt und bloß in einem Krippelein.
3. Er äußert sich all seiner G'walt, wird niedrig und gering und nimmt an sich eins Knechts Gestalt, der Schöpfer aller Ding.
4. Er liegt an seiner Mutter Brust, ihr Milch die ist sein Speis, an dem die Engel sehn ihr Lust, denn er ist Davids Reis,
5. Das seinem Stamm ent⸗ sprießen sollt in dieser letzten Zeit, durch welchen Gott auf⸗ richten wollt sein Reich, die Christenheit.
6. Er wechselt mit uns wun⸗ derlich, Fleisch und Blut nimmt er an und giebt uns in seins Vaters Reich die klare Gottheit dran.
7. Er wird ein Knecht und ich ein Herr, das mag ein Wechsel


