Druckschrift 
Evangelisch-lutherisches Gesangbuch der Hannoverschen Landeskirche
Entstehung
Einzelbild herunterladen

4. Ach bleib mit deinem Segen bei uns, du reicher Herr, dein Gnad und alls Vermögen in uns reichlich vermehr!

5. Ach bleib mit deinem Schutze bei uns, du starker Held, daß uns der Feind nicht trutze, noch fäll die böse Welt.

6. Ach bleib mit deiner Treue bei uns, mein Herr und Gott, Beständigkeit verleihe, hilf uns aus aller Not!

Josua Stegmann g. 1588 1632.

19.

Mel. Liebster Jesu, wir sind hier. Unsern Ausgang segne Gott, un⸗ sern Eingang gleichermaßen, segne unser täglich Brot, segne unser Thun und Lassen, segne uns mit selgem Sterben und mach uns zu Himmelserben! Hartmann Schenck g. 1634 4 1681.

Am Sonntag Abend.

20.

Mel. Nun sich der Tag geendet hat.

Nun bricht die finstre Nacht her⸗

ein, des Tages Glanz ist tot; jedoch, mein Herz, schlaf noch nicht ein, geh, rede erst mit Gott!

2. O Gott, du großer Herr der

Velt, den niemand sehen kann, du siehst ja mich in deinem Zelt, hör auch mein Seufzen an!

3. Der Tag, den ich nunmehr vollbracht, der war besonders dein; drum hat er auch bis in die Nacht mir sollen heilig sein.

Sonntagslieder.

4. Vielleicht ist dieses nicht ge⸗ schehn, denn ich bin Fleisch und Blut und pfleg es öfters zu ver⸗ sehn, wenn gleich der Wille gut.

5. Nun such ich deinen Gnaden⸗ thron, sieh meine Schuld nicht an und denke, daß dein lieber Sohn für mich genug gethan.

6. Schreib alles, was man heut gelehrt, in unsre Herzen ein und lasse die, so es gehört, dir auch gehorsam sein.

7. Erhalte ferner noch dein Wort und thu uns immer wohl, damit man stets an diesem Ort Gott diene, wie man soll.

8. Indessen such ich meine Ruh; o Vater, steh mir bei und gieb mir deinen Engel zu, daß er mein Wächter sei.

9. Gieb allen eine gute Nacht, die heute recht gelebt, und beßre den, der unbedacht hat wider dich gestrebt.

10. Wofern dir auch mein Thun gefällt, so hilf mir morgen auf, daß ich noch ferner in der Welt vollbringe meinen Lauf.

11. Und endlich führe, wenn es Zeit, mich in den Himmel ein, da wird in deiner Herrlichkeit mein Sabbath ewig sein.

Kaspar Neumann g. 1648 1715

21.

Mel. O Welt, ich muß dich lassen. Mie schönen Sonntagsstunden sind nun dahingeschwunden, uns grüßt die Abendruh; nun will ich all mein Dichten zu dir nach oben richten, Anfang und Ende bleibest du.