schmücken mit stillem, sanftem Mut, und wie ich die soll lieben, die mich doch sehr betrüben mit Werken, so die Bosheit tut.
10. Ich will mich mit dir schlagen ans Kreuz und dem absagen, was meinem Fleisch
efällt; was deine Augen husten, das will ich fliehn und lassen, gefiel es auch der ganzen Welt.
11. Dein Seufzen und dein Stöhnen und die viel tausend Tränen, die für 10. weintest du, die sollen mi am Ende in deinen Schoß und Hände begleiten zu der ewgen Ruh.
P. Gerhardt, 1 1676.
Mel. An Wasserflüssen Babylon ꝛce. 6 5 Enn Lämmlein geht
und trägt die Schuld der Welt und ihrer Kinder; es geht und träget in Geduld die Sünden aller Sünder, es geht dahin, wird matt und krank, ergibt sich 15 die Würgebank, verzicht auf alle Freuden; es nimmt auf sich Schmach, Hohn und Spott, Angst, Wunden, Striemen, Kreuz und Tod und spricht: ich wills gern leiden.
2. Das Lämmlein ist der große Freund und Heiland unsrer Seelen; den, den hat Gott zum Sündenfeind und
Passion.
Sühner wollen wählen: geh hin, mein Kind, und nimm dich an der Kinder, die von Anfang an verdienet Straf und Ruten; die Tni. ist schwer, der Zorn ist groß, du kannst und sollst sie machen los durch Sterben und durch Bluten.
3. Ja, Vater, ja, von Herzensgrund, leg auf, ich wills gern tragen! Mein Wollen hängt an deinem Mund, mein Wirken ist dein Sagen. O Wunderlieb, o Liebesmacht, du kannst, was nie ein Mensch gedacht, Gott seinen Lihe abdringen; o Liebe, Liebe, du bist stark, du streckest den in Grab und Sarg, vor dem die Felsen springen.
4. Mein Lebetage will ich dich aus meinem Sinn nicht lassen; dich will ich stets, gleich wie du mich, mit Liebes⸗ armen fassen, du sollst sein meines Herzens Licht, und wenn mir auch mein Herz zerbricht, sollst du mein Herze bleiben; ich will mich dir, mein höchster Ruhm, hiermit zu deinem Eigentum bestän⸗ diglich verschreiben.
5. Ich will von deiner Lieblichkeit bei Nacht und Tage singen, mich selbst auch dir zu aller Zeit zum Freuden⸗ opfer bringen. Mein Bach
des Lebens soll sich dir und deinem


