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Gesangbuch für die Evangelische Kirche im Großherzogtum Hessen
Entstehung
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Weihnachten. 21

hinwiederum bin ich dein Glied und Eigentum und will, soviel dein Geist mir gibt, stets dienen dir, wie dirs beliebt.(Hallelujal) 13. Ich will dein dugen luja hier mit Freuden singen für und für, und dort in deinem Ehrensaal solls schal⸗ len ohne Zeit und Zahl. (Halleluja!) P. Gerhardt, 1 1676.

Mel. Nun freut euch, lieben Christen ꝛc. 37 Occh steh an deiner V Krippe S nehe du mein Leben! Ich stehe, bring und schenke dir, was du mir hast gegeben. Nimm hin, es ist mein Geist und Sinn, Herz, Seel und Mut, nimm alles hin und laß dirs wohlgefallen!

2. Da ich noch nicht ge⸗ boren war, da bist du mir geboren und hast mich dir zu eigen gar, eh ich dich kannt, erkoren; eh ich noch war ans Licht gebracht, da hat dein Herze schon bedacht, wie du mein wolltest werden.

3. Ich lag in tiefer Todes⸗ nacht, du wurdest meine Sonne, die Sonne, die mir zugebracht Licht, Leben, Freud und Wonne. O Sonne, die das werte Licht des Glaubens in mir zugericht, wie schön sind deine Erchlen ö

4. Ich sehe dich mit

Freuden an und kann nicht

satt mich sehen, und weil ich nun nicht weiter kann, so preis ich, was geschehen. O daß mein Sinn ein Abgrund wär und meine Seel ein weites Meer, daß ich dich möchte fassen!

5. Wenn oft mein Herz vor Leide weint und keinen Trost kann finden, da ruft mirs zu: ich bin dein Freund, ein Tilger deiner Sünden; was trauerst du, o Bruder mein? Du sollst ja guter Dinge sein, ich zahle deine Schulden.

6. Du fragest nicht nach Lust der Welt, noch na des Leibes Freuden; du hast dich bei uns eingestellt, an unsrer Statt zu leiden; suchst meiner Seele Trost und Freud durch dein selbsteignes Herze⸗ leid; das will ich dir nicht wehren.

7. Eins aber, hoff ich, wirst du mir, mein Heiland, nicht versagen: daß ich dich möge für und für in meinem Herzen tragen. So laß mich deine Wohnung sein, komm, komm und kehre bei mir ein mit allen deinen Freuden.

8. Zwar sollt ich denken, wie gering ich dich bewirten werde; du bist ein Schöpfer aller Ding, ich bin nur Staub und Erde; doch bist du ein so lieber Gast, ban du noch nie verschmähet hast den, der dich gerne siehet.

P. Gerhardt, 1 1676.