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Evangelisches Gesangbuch / hrsg. von der Bezirkssynode Wiesbaden
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Lob und Dank. 7

3. Was sind wir doch? Was haben wir auf dieser ganzen Erd, das uns, o Vater, nicht von dir allein gegeben werd?

4. Wer hat das schöne Himmels zelt hoch über uns gesetzt? Wer ist es, der uns unser mit Tau und Regen netzt?

Feld

Wer wärmet uns in Kält und Frost?

schützt uns vor dem Wind?

macht es, daß man Ol und Most

zu seinen Zeiten find't?

6. Wer giebt uns Leben und Geblüt? Wer hält mit seiner Hand den güldnen, werten, edlen Fried in unserm Vaterland?

7. Ach, Herr, mein Gott, das kommt von dir; du, du mußt alles thun! Du hältst die Wacht an unsrer Thür und läßt uns sicher ruhn.

8. Du nährest uns von Jahr zu Jahr, bleibst immer fromm und treu und stehst uns, wenn wir in Gefahr geraten, herzlich bei.

9. Du strafst uns Sünder mit Geduld und schlägst nicht allzusehr; ja endlich nimmst du unsre Schuld und wirfst sie in das Meer.

10. Wenn unser Herze seufzt und schreit,

wirst du gar leicht erweicht

und giebst uns, was uns hoch erfreut und dir zu Ehren reicht. 11. Du zählst, wie oft ein

Christe wein und was sein Kummer sei; kein stilles Thränlein ist so klein, du hebst und legst es bei.

12. Du füllst des Lebens Mangel aus

mit dem, was ewig steht, und führst uns in des Himmels Haus,

wenn uns die Erd entgeht.

9 2*

13. Wohlaͤuf, mein Herze, sing und spring und habe guten Mut; dein Gott, der Ursprung Ding, ist selbst und bleibt dein Gut.

aller

14. Er ist dein Schatz, dein Erb und Teil, dein Glanz und Freudenlicht,

dein Schirm und Schild, dein Hilf und Heil,

schafft Rat und läßt dich nicht.