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Lob-, Dank- und Bittlieder.
7. Ich bin zu schwach aus eigner Kraft Zum Kampfe mit der Leidenschaft; Du aber ziehst mit Kraft mich an, Daß ich den Sieg er— langen kann.
8. Gib mir vom Gute dieser Welt So viel, als, Vater, dir gefällt; Gib dei— nem Kind ein mäßig Theil, Zu seinem Fleiße Glück und Heil.
9. Schenkt deine Hand
mir Ueberfluß, So laß mich
mäßig im Genuß Und, dürft⸗ ge Brüder zu erfreun, Mich einen frohen Geber sein.
10. Gib mir D ich ie und verleih', Daß ich sie nütz' und dankbar sei Und nie aus Liebe gegen sie Mich zaghaft einer Pflicht entzieh'.
11. Erwecke mir stets einen Freund, Der's treu mit mei⸗ ner Wohlfahrt meint, Mit mir in deiner Furcht sich übt, Mir Rath und Trost und Beispiel gibt.
12. Bestimmst du mir ein längres Ziel, Und werden meiner Tage viel: O Gott, du meine Zuversicht, Verlaß mich dann im Alter nicht.
13. Und wird sich einst mein Ende nahn, So nimm dich meiner herzlich an Und sei durch Christum, deinen Sohn, Mein Schirm, mein Schild und großer Lohn!
(Old. G.⸗B.) Chrn. Fürchteg. Gellert
1715—69.
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Eigne Melodie.
Gott, du from— 40. nün Gott⸗
Brunnquell aller Gaben, Ohn' den nichts ist, was ist, Von dem wir alles haben! Gesunden Leib gib mir Und daß in diesem Leib Die Seele unverletzt, Rein das Gewissen bleib'.
2. Gib, daß ich thu' mit Fleiß, Was mir zu thun ge⸗ büret, Wozu mich dein Be⸗ fehl In meinem Stande füh⸗ ret; Gib, daß ich's thue bald, Zu der Zeit, da ich soll, Und wenn ich's thu', so gib, Daß es gerathe wohl.
3. Hilf, daß ich rede stets, Womit ich kann bestehen; Laß kein unnützes Wort Aus meinem Munde gehen; Und wenn in meinem Amt Ich reden soll und muß, So gib den Worten Kraft Und Nach— druck ohn' Verdruß.
4. Wenn Fährlichkeit mir naht, So laß mich nicht ver⸗ zagen; Gib' einen Helden— muth, Das Kreuz hilf sel— ber tragen; Gib, daß ich meinen Feind Mit Sanft⸗ muth überwind', Und wenn ich Rath bedarf, Stets gu— ten Rath auch find'!
5. CLaß mich mit jeder⸗ mann In Fried' und Freund⸗
schaft leben, So weit es Ri stlich ist. Willst du mir etwas geben An Reichthum,


