Dorwort.
Zur Einführung in das Buch und zum Derständnis desselben.
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D vorliegende Buch soll nicht nur dem Ge⸗ meindegesang in den Erbauungen der Frei⸗ religiösen Gemeinde dienen; es soll vielmehr auch ein Erbauungsbuch für jedes einzelne Mitglied der Gemeinde und eine Gedichtsammlung für unsere schulpflichtige Jugend sein. Darum wurden neben Liedern und Chorgesängen auch„nicht singbare“ Dichtungen aufgenommen, welche imstande sind, das freireligiöse Gemüt zu erheben und zu erbauen. Die Herausgeber glaubten ferner, sich auch nicht auf solche Dichtungen beschränken zu sollen, in welchen die derzeitig vorherrschenden Anschauungen der Freireligiösen zum Ausdruck kommen. Es war vielmehr eine Pflicht der Pietät gegen alles frei⸗ religiöse Leben und Streben in der Vergangenheit, auch solche Gedichte zu berücksichtigen, welche zwar dem Freireligiösen unserer Tage vielleicht als ver⸗ altet in Ausdrucksform und Gedankengang erscheinen, welche aber aus den Reihen der Freireligiösen Be⸗ wegung heraus im Laufe ihrer nunmehr sechsund⸗ sechzigjährigen Geschichte entstanden sind und so in ihrer Zusammenstellung ein Bild von der religiösen Weiterentwicklung innerhalb unserer Bewegung geben, oder welche schon in den Zeiten vor der Entstehung unserer Bewegung freiere religiöse An⸗


