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Gesangbuch für die evangelisch-lutherische Landeskirche des Königreichs Sachsen / hrsg. von dem Ev.-luth. Landeskonsistorium im Jahre 1883
Entstehung
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24 Weihnacht.

und weil ich nun nicht weiter kann, bleib ich anbetend stehen. O daß mein Sinn ein Abgrund wär und meine Seel ein weites Meer, daß ich dich möchte fassen!

5. Wenn oft mein Herz im Leibe weint und keinen Trost kann finden, rufst du mir zu: Ich bin dein Freund, ein Tilger deiner Sünden; was trauerst du, mein Fleisch und Bein? du sollst ja guter Dinge sein, ich zahle deine Schulden.

6. Du fragest nicht nach Lust der Welt, noch nach des Leibes Freuden; du hast dich bei uns eingestellt an unsrer Statt zu leiden, suchst meiner Seelen Herr⸗ lichkeit durch dein selbst eignes Herzeleid. Das will ich dir nicht wehren.

7. Eins aber, hoff ich, wirst du mir, mein Heiland, nicht ver⸗ sagen, daß ich dich möge für und für in, bei und an mir tragen. So laß mich deine Wohnung sein, komm, komm und kehre bei mir ein mit allen deinen Freuden!

Paul Gerhardt. 4 1676.

45.

Mel. 88: Jesu, hilf siegen, du ꝛc.

Oesus ist kommen, Grund ewiger Freude; A und O, Anfang und Ende ist da! Gottheit und Mensch⸗ heit vereinen sich beide; Schöpfer, wie kommst du den Menschen so

nah! Himmel und Erde, erzählt es den Heiden: Jesus ist kommen, Grund ewiger Freuden.

2. Jesus ist kommen, nun springen die Banden, Stricke des Todes, die reißen entzwei. Unser Durchbrecher ist nunmehr vor⸗ handen, er, der Sohn Gottes, der machet recht frei, bringet zu Ehren aus Sünden und Schanden. Jesus ist kommen, nun springen die Banden.

3. Jesus ist kommen, ein Opfer für Sünden; Sünden der ganzen Welt träget dies Lamm; Sün⸗ dern die ewge Erlösung zu finden, steigt er aus Lieb an den blutigen Stamm. Abgrund der Liebe, wer kann dich ergründen? Jesus ist kommen, ein Opfer für Sünden.

4. Jesus ist kommen, die Quelle der Gnaden. Komme, wen dürstet, und trinke, wer will; holet für euren verderblichen Schaden Gnade aus dieser un⸗ endlichen Füll. Nehmet, ach nehmt doch, Gott hat euch geladen. Jesus ist kommen, die Quelle der Gna⸗ den.

5. Jesus ist kommen, der Her⸗ zog des Lebens, sein Tod ver⸗ schlinget den ewigen Tod; gibt uns, ach hört es doch ja nicht vergebens! ewiges Leben, der freundliche Gott. Glaubt ihm, so macht er ein Ende des Bebens. Jesus ist kommen, der Herzog des Lebens.