Druckschrift 
Gesangbuch für die evangelisch-lutherische Landeskirche des Königreichs Sachsen / hrsg. von dem Ev.-luth. Landeskonsistorium im Jahre 1883
Entstehung
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41.

Eigene Melodie. 54. Ge)lobet seist du, Jesu Christ, daß du Mensch geboren bist von einer Jungfrau, das ist wahr; des freuet sich der Engel Schar. Halleluja.

2. Des ewgen Vaters einig Kind jetzt man in der Krippen findt. In unser armes Fleisch und Blut verkleidet sich das ewge Gut. Halleluja.

3. Den aller Welt Kreis nie beschloß, der liegt in Marien Schoß; er ist ein Kindlein wor⸗ den klein, der alle Ding erhält allein. Halleluja.

4. Das ewge Licht geht da herein, gibt der Welt ein neuen Schein; es leucht wohl mitten in der Nacht und uns des Lichtes Kinder macht. Halleluja.

5. Der Sohn des Vaters, Gott von Art, ein Gast in der Welt hier ward, und führt uns aus dem Jammertal, er macht uns Erbn in seinem Saal. Halleluja.

6. Er ist auf Erden kommen arm, daß er unser sich erbarm und uns im Himmel mache reich und seinen lieben Engeln gleich. Halleluja.

7. Das hat er alles uns ge⸗ tan, sein groß Lieb zu zeigen an. Des freu sich alle Christen⸗ heit und dank ihm des in Ewigkeit. Halleluja. Martin Luther. 4 1546.

Weihnacht.

42.

Mel. 106: Lobe den Herren, den ꝛce. Bauchzet, ihr Himmel, frohlocket ihr englischen Chöre, singet dem Herren, dem Heiland der Men⸗ schen zur Ehre: Sehet doch da! Gott will so freundlich und nah zu den Verlornen sich kehren.

2. Jauchzet, ihr Himmel, froh⸗ locket ihr Enden der Erden! Gott und der Sünder, die sollen zu Freunden nun werden. Friede und Freud wird uns verkündiget heut; freuet euch, Hirten und Herden!

3. Sehet dies Wunder, wie tief sich der Höchste hier beuget! Sehet die Liebe, die ganz sich als Liebe nun zeiget! Sie wird ein Kind, träget und hebet die Sünd; alles anbetet und schweiget.

4. Gott ist im Fleische; wer kann dies Geheimnis verstehen? Hier ist die Pforte des Lebens nun offen zu sehen; gehet hinein, eins mit dem Sohne zu sein, die ihr zum Vater wollt gehen.

5. Hast du denn, Höchster, auch meiner noch wollen geden⸗ ken? Du willst dich selber, dein Herz voll Erbarmen mir schenken; sollt nicht mein Sinn innigst sich freuen darin und sich in Demut versenken?

6. König der Ehren, aus Liebe geworden zum Kinde, dem ich auch wieder mein Herz in der