8 Advent und Anfang des Kirchenjahres.
dieweil er kommt geritten stark, herrlich, sanft und schön. Nun tretet all heran, den Heiland zu begrüßen, der alles Kreuz ver⸗ süßen und uns erlösen kann.
6. Der König will bedenken die, so er herzlich liebt, mit köst⸗ lichen Geschenken, als der sich selbst uns gibt durch seine Gnad und Wort. Ja, König, hoch er⸗ hoben, wir alle wollen loben dich freudig hier und dort.
7. Nun Herr, du gibst uns reichlich, wirst selbst doch arm und schwach; du liebest unver⸗ gleichlich, du jagst den Sündern nach. Drum wolln wir all in ein die Stimmen hoch erschwingen, ein Hosianna singen und ewig dankbar sein. Johann Rist. 1667.
19.
Mel. 3: Ach Jesu, meiner ꝛc.
Dan König kommt in niedern Hüllen, ihn trägt der lastbarn Eslin Füllen, empfang ihn froh, Jerusalem! Trag ihm entgegen Friedenspalmen, bestreu den Pfad mit grünen Halmen! So ists dem Herren angenehm.
2. O mächtger Herrscher ohne Heere, gewaltger Kämpfer ohne Speere, o Friedensfürst von gro⸗ ßer Macht! Es wollen dir der Erde Herren den Weg zu deinem Throne sperren, doch du ge⸗ winnst ihn ohne Schlacht.
3. Dein Reich ist nicht von dieser Erden, doch aller Erde Reiche werden dem, das du grün⸗ dest, untertan. Bewaffnet mit des Glaubens Worten, zieht deine Schar nach den vier Orten der Welt hinaus, und macht dir Bahn.
4. Und wo du kommest her⸗ gezogen, da ebnen sich des Meeres Wogen, es schweigt der Sturm, von dir bedroht. Du kommst, auf den empörten Triften des Lebens neuen Bund zu stiften, und schlägst in Fessel Sünd und Tod.
5. O Herr von großer Huld und Treue, o komme du auch jetzt aufs neue zu uns, die wir sind schwer verstört. Not ist es, daß du selbst hiernieden kommst, zu erneuen deinen Frieden, da⸗ gegen sich die Welt empört.
6. O laß dein Licht auf Erden siegen, die Macht der Finsternis erliegen, und lösch der Zwietracht Glimmen aus; daß wir, die Völker und die Thronen, vereint als Brüder wieder wohnen in
deines großen Vaters Haus! Friedrich Rückert. 4 1866.
20.
Eigene Melodie. 59.
Gottes Sohn ist kommen uns zum Heil und Frommen hier auf diese Erden uns gleich an Ge⸗ bärden, daß er uns von Sünde freie und entbinde.


