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Gesangbuch für die evangelisch-lutherische Kirche in Bayern : [nebst] Ordnung und Form des Hauptgottesdienstes an Sonn- und Festtagen
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Lob- und Danklieder. 11

11. Eigne Melodie.

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ein Loblied nach dem an⸗dern an

2. O daß doch meine Stim⸗ me schallte bis dahin, wo die Sonne steht! O daß mein Blut mit Jauchzen wallte, so lang es noch im Laufe geht! Ach wär ein jeder Puls ein Dank, und jeder Odem ein Gesang!

3. Was dr ihr denn, ihr meine Kräfte? Auf, auf! braucht allen euren Fleiß, und stehet munter im Geschäfte zu Gottes, meines Herren, Preis! Mein Leib und Seele, schicke dich und lobe Gott herzinniglich!

4. Ihr grünen Blätter in den Wäldern, bewegt und regt euch doch mit mir. Ihr schwanken Gräslein in den Feldern, ihr Blumen, laßt doch eure Zier zu Gottes Ruhm belebet seyn, und stimmet lieblich mit mir ein.

5. Ach alles, alles, was ein Leben und einen Odem in sich hat, soll sich mir zum Gehülfen geben; denn mein Vermögen ist zu matt, die großen Wunder zu erhöhn, die allenthalben um mich stehn.

6. Dir sey, o allerliebster Va⸗ ter, unendlich Lob für jede Gab; Lob sey dir, mildester Berather, für alles, was ich bin und hab, für alles Gute in der Welt, das du zu meinem Heil bestellt.

von dem, was Gott an mir ge⸗than.

7. Mein treuster Jesu, sey ge⸗ priesen, daß dein erbarmungs⸗ volles Herz sich mir so hülfreich hat erwiesen, und mich durch Blut und Todesschmerz von Sa⸗ tans Macht und Grausamkeit zu deinem Eigenthum befreit.

8. Auch dir sey ewig Ruhm und Ehre, o heilig Wener Got⸗ tes Geist, für deines Trostes süße Lehre, die mich ein Kind des Lebens heißt. Ach, wo was Guts von mir geschicht, das wirket nur dein göttlich Licht.

9. Wer überströmet mich mit Segen? Bist du es nicht, o reicher Gott? Wer schützet mich auf meinen Wegen? Du, du, o Herr Gott Zebaoth! Du trägst mit meiner Sündenschuld un⸗ säglich gnädige Geduld.

10. Vor Andern küß ich deine Ruthe, die du mir aufgebunden hast. Wie viel thut sie mir doch zu Gute, und ist mir eine sanfte Last. Sie macht mich fromm und zeigt dabei, daß ich von deinen Liebsten sey.

11. Ich hab es ja mein Lebe⸗ tage schon so manch liebes Mal gespürt, daß du mich unter vie⸗ ler Plage getreu durch alles hast geführt. Denn in der größesten