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Gesangbuch für die evangelisch-lutherische Kirche in Bayern : [nebst] Ordnung und Form des Hauptgottesdienstes an Sonn- und Festtagen
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6 Lob⸗ und

und Frost? Wer schützt uns vor dem Wind? Wer macht es, daß man Oel und Most zu seinen Zeiten findt? 6. Wer gibt uns Leben und Geblüt? Wer hält mit seiner Hand den güldnen, edlen, wer⸗ then Fried in unserm Vater⸗ land? eAch, onr, mein Gott, das kommt von dir, und du mußt al⸗ les thun; du hältst die Wach an unsrer Thür und läßt uns sicher ö ruhn.

8. Du nährest uns von Jahr ö zu Jahr, bleibst immer fromm und treu und stehst uns, wenn wir in Gefahr gerathen, herz⸗ ö lich bei.

ö 9. Du strafst uns Sünder mit Geduld und schlägst nicht allzu sehr; ja, endlich nimmst du unsre Schuld und wirfst sie in das Meer.

10. Wenn unser Herze seufzt und schreit, wirst du gar leicht erweicht und gibst uns, was uns

hoch erfreut und dir zu Ehren

* reicht.

11. Du zählst, wie oft ein ö Christe wein, und was sein Kummer sey; kein Zähr⸗ und Thränlein ist so klein, du hebst und legst es bei.

Danklieder.

12. Du füllst des Lebens Mangel aus mit dem, was ewig steht, und führst uns in des Lerdente Haus, wann uns die

rd entgeht.

13. Wohlauf, mein Herze, sing und spring und habe guten Muth! Dein Gott, der Ur⸗ sprung aller Ding, ist selbst und bleibt dein Gut.

14. Er ist dein Schatz, dein Erb und Theil, dein Glanz und Freudenlicht, dein Schirm und Schild, dein Hülf und Heil, schafft Rath und läßt dich nicht.

15. Was kränkst du dich in deinem Sinn und grämst dich Tag und Nacht? Nimm deine Sorg und wirf sie hin auf den, der dich gemacht!

16. Hat er dich nicht von Ju⸗

end auf versorget und ernährt?

ie manchen schweren Un⸗ glückslauf hat er zurückgekehrt!

17. Er hat noch niemals was versehn in seinem Regiment. Nein, was er thut und läßt ge⸗ schehn, das nimmt ein gutes End.

18. Ei nun, so laß ihn ferner thun und red ihm nichts darein, so wirst du hier in Frieden ruhn und ewig fröhlich seyn.

Paul Gerhardt, geb. 1606, 4 1676.

20. Mel. Lasset uns den Herren preisen ꝛc. Schop. 1641. 0..* I

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Ist doch nichts als lau⸗ter Lie⸗ben,

das sein treu⸗es Her- ze regt,