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Evangelisch-lutherisches Gesangbuch der Hannoverschen Landeskirche
Entstehung
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Mel. Wer nur den lieben Gott läßt walten. Mel. 2.

9 Wie selig ist der Ort zu 0 nennen, wo Gottes Wort im Schwange geht, wo Licht und Recht ganz helle brennen, und Zion niemals wüste steht, da man im Schmuck der Heilig⸗ keit dem Herren opfert allezeit!

2. Weh aber, wo die Lebens⸗ worte so rar und teuer worden sind, daß man an solchem wüsten Orte von Gott nur dunkle Spuren findt! Wie billig wird der Ort beweint, wo Gottes Wort entfernet scheint.

3. Wir dürfen keinen Zweifel tragen, als wär allhier nicht Gottes Haus; wo wir nach Gottes Worte fragen, da macht er eine Kirche draus: sie sei nun zahlreich oder klein, so muß sie ihm doch heilig sein.

4. So treten wir im Geist zusammen, so singen wir des Herren Lied, so bringen wir die Opferflammen, auf welche Gott in Gnaden sieht; so lesen wir und hören an, was Gottes Wort uns lehren kann.

5. Ach Herr, gieb selber das Gedeihen, laß doch kein Wort vorüber gehn, laß uns die Seelen⸗ speis erfreuen, laß unser Herz erquicket stehn, gieb unsrer Ein⸗ falt deutlich ein das, was uns kann erbaulich sein!

6. Erhalt uns bei dem Glau⸗ bensgrunde, den du den Eckstein hast genennt, daß man dich

nicht nur mit dem Munde, auch mag; bewahr mich vor der argen

Sonntagslieder. 5

mit dem Herzen selbst bekennt. ö Wenn uns die Welt Verfolgung

ständigkeit!

7. Ja bau du selbst in unsrer ö Seele dir ein lebendig Gottes

haus, so wird in dieser Jam⸗ erhöhle ein angenehmer Sab⸗ bath draus, bis wir in jenen Tempel gehn und vor des Lammes Stuhle stehn.

Benjamin Schmolck g. 1672 417³37. ö

die Sonne selbst in mir, du

der Sünden Dunkelheit! 2. Mein erstes Opfer ist dein

dräut, so gieb, o Herr, Be⸗

Mel. Herr Jesu Christ, dich zu un wend.. 10 Mein Gott, die Sonne n 2 geht herfür, sei du

Sonne der Gerechtigkeit, vertreib

Eigentum; ach kehre gnädig bei

Tempel weihn.

3. Gieb, daß ich meinen Fuß bewahr, eh ich mit deiner Kirchen⸗ schar zum Hause Gottes wallen

Ruhm, mein Herz ist selbst dein

mir ein, du mußt dir selbst den 1

steh.

Verstand, daß ich dein Wort mit Andacht hör, zu deines großen Namens Ehr.

5. Schreib alles fest in meinen

bin; verleihe deine Kraft dabei,

geh, daß ich auch heilig vor dir

4. Bereite Herze, Mund und Hand und gieb mir Weisheit und

Sinn, daß ich nicht nur ein Hörer

daß ich zugleich ein Thäter sei. 6. Hilf, daß ich diesen ganzen Tag mit Leib und Seele feiern