Communionandachten. 81
sinnet zu werden, wie er gesinnet war; zu leben, zu leiden und zu sterben, wie er lebte, litt und starb. Und das alles sollte nicht unsern Tugendeifer an⸗ feuern, nicht unsre Liebe zu Gott, zu Jesu, zu unsern Bruͤdern entzuͤnden?
Es soll endlich unsre Ruhe bei der großen Un⸗ ruhe dieses Lebens, unsre Freude und Zufriedenheit mit unserm gegenwaͤrtigen Zustande der Schwach⸗ heit, unsre Gluͤckseligkeit in dieser und jener Welt befoͤrdern. Und das kann es. Denn hier feiern wir ein Fest der Freude, das Fest der Erloͤsung des menschlichen Geschlechts, das Fest unsrer gegenwaͤr⸗ tigen und zukünftigen Gluͤckseligkeit, den frohesten unter allen Tagen dieses Lebens. Hieher kommen wir nicht mit Zittern, nicht mit aͤngstlicher, knechti⸗ scher Furcht, sondern mit ehrerbietiger, kindlicher Zuversicht, mit frommer, inniger Freude; denn wo haben wir mehr Ursache, uns zu freuen, als hier? Hier vergessen wir alles, was uns sonst betruͤbt und niederschlaͤgt, denken und thun nichts, als was uns beruhigen, troͤsten, erfreuen kann, und denken das alles lebhafter, als sonst. Wir denken Gott und die seligen Verhaͤltnisse, in welchen wir mit ihm stehn, denken Jesum; und wer kann Jesum denken, ohne regeste, innigste Freude? Jesum, den Sohn Got⸗ tes, den Erretter und Begluͤcker des menschlichen
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