7³ Communionandachten.
kung, nach seinem Vermoͤgen fortzuse tzen, und zum Besten seines Reichs zu wirken. Er soll sich mit denen, die itzt mit ihm zugleich dieß Gedaͤcht⸗ nißfest feiern, mit allen Bekennern Jesu auf dem ganzen Erdboden, zu der innigen, allgemeinen Menschenliebe verbindlich machen, die Jesus ge⸗ lehrt und durch sein Beispiel so nachdruͤcklich em⸗ pfohlen hat, und mit ihnen eins werden, daß sie stets allem Hasse, allem Neide, aller Rache, aller Feindschaft, die ihre Verbindung hindern wuͤrde, entsagen, allen Beleidigern vergeben, wie ihnen Gott vergeben hat, und alle unter einander und mit einander, als Kinder eines Vaters, als Bruͤ⸗ der eines Bruders, als Freunde eines Freundes als Erben einer Seligkeit, leben und sterben wollen.
Aber das alles soll nicht sowohl ihm, dem Erloͤser, als uns, seinen Verehrern, nuͤtzen. Es soll nicht blos ein Mittel seyn, sein Andenken un⸗ ter den Menschen zu erhalten; wiewohl auch das schon dem menschlichen Geschlechte unendlich wich⸗ tig ist und seyn muß, daß das Andenken Jesu auf Erden bis ans Ende der Welt erhalten werde; sondern es soll auch, und vornaͤmlich ein Mittel des Heils fuͤr die Menschen seyn, oder ein Mittel, dem menschlichen Geiste Heil und Gluͤckseligkeit mitzutheilen, ein Mittel der menschlichen Besserung
und Vervollkommnung. Denn


