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Gebet christlicher Eheleute. 55
auch deines Segens, da dein Wort sagt: Wer eine Ehefrau findet, der findet was Gutes und schoͤpfet Segen vom HErrn. Ach lieber GOtt, laß uns ja in deiner goͤttlichen Furcht bei einander leben. Denn wohl dem, der den HErrn fuͤrchtet, und große Lust hat an seinen Geboten; deß Same wird gewaltig sein auf Erden. Das Ge⸗ schlecht der Frommen wird gesegnet sein. Laß uns vor allen Dingen dein Wort lieb haben, und gern horen und lernen, daß wir sein moͤgen wie ein Baum am Wasser gepflanzet, der sei⸗ ne Frucht bringet zu seiner Zeit, und seine Blaͤtter verwelken nicht, und alles, was er macht, das geraͤth wohl. Laß uns auch in Friede und Einigkeit leben, daß wir der dreien schoͤnen Dingen eines, so GOtt und Menschen wohlgefaͤllt, bei uns haben und behalten moͤgen. Denn daselbst hat der HErr auch verheißen Segen und Leben immer und ewiglich. Laß uns in unserm Ehestande Zucht und Ehrbarkeit lieb haben, und dawider nicht handeln, auf daß in unserm Hause Ehre wohne, und wir einen ehrlichen Ramen haben moͤ⸗ gen. Gieb Gnade, daß wir unsere Kinder in der Furcht und Ermahnung zu deinen goͤttlichen Ehren auferziehen, daß du aus ihrem Munde dir ein Lob bereiten mogest. Gieb ih⸗
nen ein gehorsames Herz, daß es ihnen moͤge wohl gehen, und sie lange leben auf Erden. Gieb uns auch das taͤgliche Brod, und segne unsere Nahrung. Verzaͤune unser Haus und Guͤterlein wie des heiligen Hiobs, daß der bose Feind und seine Werkzeuge kei⸗ nen Eingriff thun koͤnnen. Behuͤte unser Haus, Habe und Gut vor Feuer und Wasser, vor Hagel und Ungewitter, vor Dieben und Moͤrdern. Denn al⸗ les, was wir haben, das hast du uns gegeben. Dar⸗ um wollest du es auch maͤch⸗ tiglich bewahren. Denn wo du nicht das Haus bauest, so arbeiten umsonst, die daran bauen. Wo du, HErr, die Stadt nicht be⸗ wahrest, so wachet der Waͤchter umsonst. Deinen Freunden giebst du es schla⸗ fend. Gieb uns auch, lie⸗ ber GOtt, fromm, getreu und gehorsam Gesinde, und bewahre uns vor unge⸗ treuen Dienstboten. Denn du ordnest und regierest al⸗ les, und bist ein HErr uͤber alles, belohnest auch alle Treue und Liebe, und strafest alle Untreue. Und wenn du uns ja, lieber GOtt, Kreuz und Truͤb⸗ sal zusenden willst, so gieb uns Geduld, daß wir uns ehorsamlich deiner vaͤter⸗ ichen Ruthe unterwerfen, und mache es gnaͤdig mit uns. Laß von dem HErrn unsern Gang gefoͤrdert wer⸗ den, und haͤbe du Lust an un⸗
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