48 Um die Ruhe der Seele in Christo.
Tafel meines Herzens, dei⸗ mich. O eine selige Seele, nen Willen in Lieb und die dich hat zum Einwoh⸗ Leid zu vollbringen. Gieb uer! Denn du erleuchtest
mir den Geist der Kind⸗ schaft GOttes, der in mei⸗ nem Herzen zeuge, daß ich GOttes Kind bin. Geuß aus deine Liebe in mein Herz durch deinen heiligen Geist. Zuͤnde durch den⸗ selben in mir an eine hei⸗ lige Begierde und Verlan⸗ gen nach himmlischen Oin⸗ gen und nach dem ewigen Leben. O GoOtt heiliger Geist, der du fliehest die Ruchlosen fuͤr und fuͤr/ aber dich giebst in die hei⸗ ligen Seelen, und machest Propheten und GOttes Freunde: mache mein Herz zu einem lebendigen Opfer/ das im Feuer deiner Liebe brenne und aufgeopfert werde, daß alle meine fleischliche Begierde durch das heilige Feuer verzeh⸗ ret werde. Komm in mein Herz, du goͤttliches Feuer/ du goͤttliche Liebe, du him̃⸗ lischer Trost, du suͤßer Gast meiner Seele, du gottliche Zierde, du goͤttliche Kraft! Treib von mir alles, was fleischlich ist, und gieb mir dagegen, was goͤttlich ist; mache mich zur Wohnung und Heiligthum GOttes. Du himmlisches Taͤublein, das du uͤber meinem HErrn Christo in seiner Taufe ge⸗ ruhet hast, gieb mir hei⸗ lige kindliche Einfalt des Herzens, daß mich schlecht und recht behuͤte. Du goͤtt⸗ liche Salbung und Freu⸗ den⸗Oel, lehre und troͤste
der Seelen Finsterniß, du heilest die verwundete See⸗ le, du troͤstest die traurige Seele, du staͤrkest die schwa⸗ che Seele, du erhaͤltst die strauchelnde Seele, du leh⸗ rest die demuͤthige Seele, du erquickest die muͤde Seele, du giebst Kraft den Ster⸗ benden, wenn Leib und See⸗ le sich scheiden, du bleibest ewiglich bei der glaͤubigen Seele. Amen.
Um die Ruhe der Zeele in Christo.
A* du ewiger Friede⸗ fuͤrst, JEsu Christe, du allerheiligste und hoͤchste Ruhe aller glaͤubigen See⸗ len, du hast gesagt; Kom⸗ met her zu mir, so wer⸗ det ihr Ruhe sinden fuͤr eure Seelen; in der Weit habt ihr Angst, in mir habt ihr Friede. Ach wie oft habe ich Ruhe gesucht in dieser Welt und im Zeitlichen, habe sie aber nicht gefunden; denn es kann die unsterbliche Seele nicht gesaͤttiget noch ge⸗ stillet noch besaͤnftiget wer⸗ den, denn mit unsterblichen Dingen, naͤmlich in dir und mit dir. O du un⸗ sterblicher GOtt, wo du nicht bist/ da ist keine Ruhe der Seele; denn alles Zeit⸗ liche eilet zum Untergang und verschleißet wie ein Kleid. Die Erde veraltet wie ein Gewand, sie ver⸗ wandelt sich, und du, un⸗
wan⸗
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