IV Vorrede.
that gläubiger Liebe, wozu es getrieben hat!— Unverkennbar hat dieses Gesaugbuch viel dazu beigetragen, auch während der Zeit des Abfalls vom Evangelio den Glauben der Väter in un⸗ serm Volk zu erhalten und die Reinheit und Einhelligkeit des evangelischen Bekenntnisses und Gottesdienstes in unsrer Provinz zu pflegen.
Es kann daher nicht befremden, daß die Gemeinen welche das Porstsche Gesangbuch von den Vätern her besitzen, es werth und theuer halten, und daß in neuerer Zeit mit dem Zu⸗ nehmen des kirchlichen Sinnes die Liebe auch Anderer demselben sich immer entschiedener zu⸗ wendet. Darum haben auch wir es für unsre unabweisbare Aufgabe erachten müssen, dasselbe in möglichst vollkommener Gestalt den Gemei⸗ nen darzubieten.
Schon bei den ersten Ausgaben des Por st⸗ schen Gesangbuchs und dann im Laufe der Zeit immer mehr hatten sich unrichtige Lesarten und mannigfache Abweichungen von den ursprüngli⸗ chen Liedertexten in dasselbe eingeschlichen. Seine sämmtlichen Lieder sind deshalb mit ihren Ori⸗ ginalen, soweit diese zugänglich waren, vergli⸗ chen, und die richtigen Texte, wenn sie von dem gangbaren nicht zu auffällig abwichen, wie · derhergestellt worden. Eine verhältnißmäßig nur geringe Anzahl Lieder, die nach Inhalt und Form einer gesunden Erbauung weniger
entsprachen, sind mit guten Kernliedern ver⸗
tauscht, und außerdem noch 145 solcher Ge⸗ sän⸗
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