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Neues Gesangbuch für die evangelisch-lutherischen Gemeinden in den kurfürstlich-hessischen Landen : [nebst] Evangelien und Episteln auf alle Sonn- und Festtage [und] Der kleine Catechismus Herrn D. M. Luthers
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4. Und diesen gott sollt' ich nicht ehren, Und seine güte nicht verstehn? Er sollte rufen? ich nicht hören? Den weg, den er ue us nicht gehn? Sein will' ist mir ins herz geschrieben; Sein wort bestärkt ihn ewiglich; Gott soll ich über alles lieben, Und meinen nächsten so, wie mich.

5. Dies ist mein dank; dies ist sein wille: Ich soll ganz liebe seyn,

Erste Abtheilung.

wie er. So lang ich dies gebot er⸗ fülle, Stell ich sein bildniß in mir her. Lebt seine lieb' in meiner seele, So treibt sie mich zu jeder pflicht; Und ob ich schon aus schwachheit nicht. Herrscht doch in mir die sünde nicht.

6. O gott, laß deine güt' und liebe Mir immerdar vor augen seyn. Sie stärk in mir die guten triebe, Mein ganzes leben dir zu weihn: Sie tröste mich in noth und schmerzen, Sie leite

mich zur zeit des glücks; Und sie besieg in meinem herzen Die furcht schenke mir Um deiner güte willen.

des letzten augenblicks.

Mel. Sey lob und ehr' dem ꝛe.

ie viele freuden dank i 29. dir, Die du mir, hen verliehen! Und wie viel sünden haf du mir Aus gnaden nicht verziehen Gott, voll erbarmung und gedulh Auch bei der mir verborgnen schuld, Währt ewig deine liebe.

2. Bedenk ich, schöpfer, deine macht Blick' ich in jene ferne, Und überseh des himmels pracht Und sonne, mon und sterne; So bet ich dich voll ehrfurch

an. Was ist der mensch, ruf ich alt

dann, Daß du dich sein erbarmest

3. Dein auge schaut auf ihn herah So geht er nicht verloren. Nicht s die welt, nicht für das grab Ist allein geboren. Die welt vergeht u ihrer lust; Der du den willen gottt thust, Dein glück soll ewig dauen

4. Wann ich erwache, denk ich dein

Und wann ich schlafen gehe; Denn di

mein vater, kannst verleihn, Was i von dir erflehe. Drum seufzẽ' ich kim lich stets zu dir: Herr, was mir nützt

i. Geduld und Langmuth Gottes.

el. Ein lämmlein geht und ꝛe.

M 30 Gerrnee. gott, wie viel * geduld Beweisest du uns armen! Wir häufen leider unsre schuld; Du aber dein erbarmen. Was ist des menschen lebenslauf? Er ist verderbt von jugend auf, Und dem gesetz entgegen; Und gleich⸗ wohl, vater, suchst du ihn Langmü⸗ thig davon abzuziehn, Zur beßrung zu bewegen.

2. Der menschen elend jammert dich; Selbst wenn sie sich verstocken, So suchst du sie doch väterlich Durch huld zu dir zu locken. Wie lange sahst und riefest du Nicht ehmals deinem volke zu, Damit es sich be⸗ kehrte! Wie trugst du nicht mit gü⸗ tigkeit Die erste welt so lange zeit, Eh sie die fluth verheerte.

3. Noch giebst du sündern zeit und raum, Der strafe zu entgehen; Du läßt den unfruchtbaren baum Nicht ohne pflege stehen; Du schonest sein

von zeit zu zeit, Verziehest voll ban herzigkeit, Ihn gänzlich abzuhauen Du wartest sein mit größter tes Und hörst, damit er fruchtbar s⸗ Nicht auf, an ihm zu bauen.

4. Langmüthigster! so große hil Bezeigst du frechen sündern; Und nicht weniger geduld Hast du m deinen kindern; Sie werden ja, wi fleisch und welt Hier ihnen häuf netze stellt, Oft sicher, matt und trägt Sie straucheln, sie vergehen sich, un fehlen oftmals wider dich, Auf blii gewähltem wege.

5. Da warnst du sie vor der gefah So oft sie irre gehen; Reichst ihnii hand und stärke dar, Von sündij aufzustehen; Du trägest sie mit zu⸗ terhuld, Bist willig, ihre sündes schuld Durch ehristuͤm zu vergeben Giebst ihnen neue tugendkraft, nach vollbrachter pilgerschaft, E ewig freudenleben.

6. Laß diese langmuth und gedul

Gott, uns de führen hin; 8

31. gnade. mehr wohlzu unsrese

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