40 Am 27. Sonntage nach Trinitatis.
zeigt, daß Gott recht richten wird, und ihr wuͤrdig werdet zum Reiche Gottes, uͤber welchem ihr auch leidet. Nachdem es recht ist bei Gott, zu vergelten Truͤbsal denen, die euch Trübsal anlegen, euch aber, die ihr Truͤbsal leidet, Ruhe mit uns, wann nun der Herr Jesus wird offenbaret werden vom Himmel, samt den Engeln seiner Kraft, mit Feuerflam⸗ men, Rache zu geben uͤber die, so Gott nicht erkennen, und über die, so nicht gehorsam sind dem Evangelio unsers Herrn Jesu Christi. Welche werden Pein leiden, das ewige Ver⸗ derben von dem Angesicht des Herrn, und von seiner herrlichen Macht; wann er kommen wird, daß er herr⸗ lich erscheine mit seinen Heiligen, und wunderbar mit allen Glaͤubigen. Denn unser Zeugniß an euch von dem⸗ selbigen Tage habt ihr geglaubt.
Evang. am 27. Sonnt. n. Trinit., Matth. 25, v. 1⸗ 13.
Donn wird das Himmelreich gleich
sein zehen Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen, und giengen aus, dem Braͤutigam entgegen. Aber fuͤnf unter ihnen waren klug, und fuͤnf waren thoͤricht. Die Thoͤrichten nahmen ihre Lampen, aber sie nah⸗ men nicht Oel mit sich. Die Klugen aber nahmen Oel in ihren Gefaͤßen, sammt ihren Lampen. Da nun der Braͤutigam verzog, wurden sie alle schlaͤfrig, und entschliefen. Zur Mit⸗ ternacht aber ward ein Geschrei: siehe der Braͤutigam kommt, gehet aus, ihm entgegen. Da standen diese Jung⸗ frauen alle auf, und schmuͤckten ihre Lampen. Die thoͤrichten aber sprachen
zu den klugen: Gebet uns von eurem
Dele, denn unsere Lampen verloschen. Da antworteten die klugen, und spra⸗ chen: Nicht also, auf daß nicht uns und euch gebreche; geht aber hin zu den Kraͤmern und kaufet fuͤr euch selbst.
Und da sie hingiengen zu kaufen, kam der Braͤutigam, und welche bereit waren, giengen mit ihm hinein zur Hochzeit, und die Thuͤre ward ver⸗ schlossen. Zuletzt kamen auch die an⸗ dern Jungfrauen und sprachen: Herr, Herr, thue uns auf. Er antwortett aber und sprach: Wahrlich, ich sagt
euch, ich kenne euer nicht. Darum
wachet, denn ihr wisset weder Tag
noch Stunde, in welcher des Menschen
Sohn kommen wird.
Epistel, 1.Thess. 5, v. 1⸗U.
Von den Zeiten aber und Stunden, lieben Bruͤder, ist nicht noth euch zu schreiben, denn ihr selbst wisset ge⸗ wiß, daß der Tag des Herrn wirb kommen, wie ein Dieb in der Nacht. Denn wann sie werden sagen: es is Friede, es hat keine Gefahr, so wird sie das Verderben schnell uͤberfallen, gleichwie der Schmerz ein schwanger Weib, und werden nicht entfliehen. Ihr aber, lieben Bruͤder, seid nicht in der Finsterniß, daß euch der Tag wie ein Dieb ergreife. Ihr seid all⸗ zumal Kinder des Lichts, und Kindir des Tages; wir sind nicht von der Nacht, noch von der Finsterniß. G
laßt uns nun nicht schlafen, wie dee
andern, sondern lasset uns wachen und nüchtern seyn. Denn die da schlafen, die schlafen des Nachts, und die da trunken sind, die sind des Nachts trun⸗ ken. Wir aber, die wir des Taget sind, sollen nuͤchtern sein, angethan
mit dem Krebs des Glaubens und dn
Liebe, und mit dem Helm der Hoff⸗ nung zur Seligkeit.
Denn Gott balh
uns nicht gesetzt zum Zorn, sondern
die Seligkeit zu besitzen, durch unseren
Herrn Jesum Christum, der fuͤr un gestorben ist, auf daß, wir wachen oder schlafen, zugleich mit ihm leben sollen. Darum ermahnet euch untereinander,
und bauet einer den andern, wie sht
denn thut.


