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Verbessertes Gesangbuch zum Gebrauch bei dem öffentlichen Gottesdienste sowohl als zur Privat-Erbauung : [nebst] Evangelien und Episteln
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Pein; wer sich aber fuͤrchtet, der ist

Am 2. und 3. Sonntage nach Trinitatis.

meine Zunge; denn ich leide Pein in dieser Flamme. Abraham aber sprach: Gedenke Sohn, daß du dein Gutes empfangen hast in deinem Leben, und Lazarus dagegen hat Boͤses empfangen; nun aber wird er getröstet, und du wirst gepeinigt. Und uͤber das alles it zwischen uns und euch eine große Kluft befestiget, daß die da wollten von hinnen hinab fahren zu euch, koͤnnen nicht, und auch nicht von dannen zu uns heruͤber fahren. Da sprach er: So bitte ich dich Vater, daß du ihn sendest in meines Vaters Haus. Denn ih habe noch fuͤnf Bruͤder, daß er ihnen bezeuge, auf daß sie nicht auch kommen an diesen Ort der Qual. Abraham sprach zu ihm: Sie haben Mosen und die Propheten; laß sie dieselben höͤren. Er aber sprach: Nein, Vater Abra⸗ ham; sondern wenn einer von den Tod⸗ ten zu ihnen gienge, so wuͤrden sie Buße thun. Er aber sprach zu ihm: Hoͤren sie osen und die Propheten nicht, so werden sie auch nicht glauben, ob Je⸗ mand von den Todten auferstuͤnde. Epistel, 1. Joh. 4, v. 16⸗21. Gen ist die Liebe, und wer in der Liebe bleibet, der bleibet in Gott, und Gott in ihm. Daran ist die Liebe vöͤllig bei uns, auf daß wir eine Freu⸗

digkeit haben am Tage des Gerichts, denn gleichwie er ist, so sind auch wir

in dieser Welt. Furcht ist nicht in der

Kebe, sondern die voͤllige Liebe treibet

die Furcht aus, denn die Furcht hat

nicht voͤllig in der Liebe. Lasset uns ihn

lieben, denn er hat uns zuerst geliebet.

So jemand spricht: ich liebe Gott, und hasset seinen Bruder, der ist ein Luͤgner, denn wer seinen Bruder nicht liebet,

den er siehet, wie kann er Gott lieben,‚ den er nicht siehet? Und dies Gebot haben wir von ihm, daß, wer Gott liebet‚,

daß der auch seinen Bruder liebe.

Evang. am 2. Sonnt. n. Trinit., Luc. 14, v. 16⸗24.

war ein Mensch, der machte ein

groß Abendmahl, und lud viele

dazu. Und sandte seinen Knecht aus zur

Stunde des Abendmahls zu sagen den

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Geladenen: Kommet, denn es ist alles bereit. Und sie fiengen an alle nach ein⸗ ander sich zu entschuldigen. Der erste sprach zu ihm: Ich habe einen Acker gekauft, und muß hinausgehen, und ihn besehen: ich bitte dich, entschuldige mich. Und der andere sprach: Ich habe fuͤnf Joch Ochsen gekauft, und ich gehe jetzt hin, sie zu besehen, ich bitte dich, entschuldige mich. Und der dritte sprach: Ich habe ein Weib genommen, darum kann ich nicht kommen. Und der Knecht kam und sagte das seinem Herrn wieder. Da ward der Hausherr zornig, und sprach zu seinem Knechte: Gehe aus bald auf die Straßen und Gassen der Stadt, und fuͤhre die Armen, und Kruͤppel, und Lahmen und Blinden herein. Und der Knecht sprach: Herr, es ist geschehen, was du befohlen hast, es ist aber noch Raum da. Und der Herr sprach zu dem Knechte: Gehe aus auf die Landstraßen, und an die Zaͤune, und noͤthige sie herein zu kommen, auf daß mein Haus voll werde. Ich sage euch aber, daß der Maͤnner keiner, die geladen sind, mein Abendmahl schmecken wird. Epistel, 1. Joh. 3, v. 13⸗18. erwundert euch nicht, meine Bruͤ⸗ der, ob euch die Welt hasset. Wir wissen, daß wir aus dem Tode in das Leben kommen sind, denn wir lieben die Bruͤder. Wer den Bruder nicht lie⸗ bet, der bleibet im Tode. Wer seinen Bruder hasset, der ist ein Todtschlaͤger, und ihr wisset, daß ein Todtschlaͤger nicht hat das ewige Leben bei ihm blei⸗ bend. Daran haben wir erkannt die Liebe, daß er sein Leben fuͤr uns gelassen hat, und wir sollen auch das Leben fuͤr die Bruͤder lassen. Wenn aber jemand dieser Welt Guͤter hat, und siehet seinen Bruder darben, und schließt sein Herz vor ihm zu, wie bleibet die Liebe Gottes bei ihm? Meine Kindlein, lasset uns nicht lieben mit Worten, noch mit der Zungen, sondern mit der That, und mit der Wahrheit.

Evang. am 3. Sonnt. n. Trinit., ö Luc. 15, v. 1⸗10.

Eꝰ naheten aber zu ihm allerlei Zoͤll⸗ ner und Sunder, daß sie ihn hoͤre⸗