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Von der weltlichen Obrigkeit. Jedermann sei unterthan der Obrigkeit, die Gewalt über ihn hat. Denn es ist keine Obrigkeit ohne von Gott. Wo aber Obrigkeit ist, die ist von Gott verordnet. Wer sich nun wider die
Obrigkeit setzet, der widerstrebet Gottes Ordnung; die aber wider⸗
streben, werden über sich ein Urteil empfahen. Denn sie trägt das Schwert nicht umsonst, sie ist Gottes Dienerin, eine Rächerin
zur Strafe über den, der Böses thut. Röm. 13. v. 1—- 3.
Von den Unterthanen.
Gebet dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist. Matth. 22. v. 21.
So seid nun aus Not unterthan, nicht allein um der Strafe willen, sondern auch um des Gewissens willen. Der⸗ halben müsset ihr auch Schoß geben, denn sie sind Gottes Diener, die solchen Schutz sollen handhaben. So gebet nun jedermann, was ihr schuldig seid, Schoß, dem Schoß gebühret, Zoll, dem der Zoll gebühret, Furcht, dem die Furcht gebühret, Ehre, dem die Ehre gebühret. Röm. 13. v. 5—7.
So ermahne ich nun, daß man vor allen Dingen zuerst thue Bitte, Gebet, Fürbitte und Danksagung für alle Menschen, für die Könige und für alle Obrigkeit, auf daß wir ein geruh⸗ lich und stilles Leben führen mögen in aller Gottseligkeit und Ehrbarkeit. Denn solches ist gut, dazu auch angenehm vor Gott unserm Heiland. 1. Tim. 2. v. 1— 3.
Erinnere sie, daß sie den Fürsten und der Obrigkeit unterthan und gehorsam seien. Tit. 3. v. I.
Seid unterthan aller menschlichen Ordnung um des Herrn willen, es sei dem Könige, als dem Obersten, oder den Haupt⸗ leuten, als den Gesandten von ihm zur Rache über die Übel⸗ thäter und zum Lobe den Frommen. 1. Petr. 2, v. 13. 14.
Den Ehemännern.
Ihr Männer, wohnet bei euren Weibern mit Vernunft, und gebet dem weiblichen als dem schwächsten Werkzeug seine Ehre als Miterben der Gnade des Lebens, auf daß euer Ge⸗ bet nicht verhindert werde. 1. Petr. 3, v. 7. Und seid nicht bitter gegen sie Col. 3, v. 19.
Den Ehefrauen.
Die Weiber seien unterthan ihren Männern als dem Herrn, wie die Sara Abraham gehorsam war und hieß ihn Herr, welcher Töchter ihr worden seid, so ihr wohlthut und nicht so schüchtern seid. 1. Petr. 3, v. 6.


