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Evangelisches Kirchengesangbuch für den Konsistorialbezirk Cassel / herausgegeben vom Königlichen Konsistorium zu Cassel unter Mitwirkung des Gesamt-Synodal-Ausschusses
Entstehung
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Eigene Melodie.

7*(Fhriste, du Lamm 57. C Gottes, der du trägst die Sünd der Welt, erbarm dich unser!

2. Christe, du Lamm Gottes, der du trägst die Sünd der Welt, erbarm dich unser!

3. Christe, du Lamm Gottes, der du trägst die Sünd der Welt, gib uns deinen Frieden!

Amen. Alte Kirche.

Mel.: Freu dich sehr, o meine Seele. 58 Der am Kreuz ist 7 meine Liebe und sonst nichts in dieser Welt. O daß ers doch ewig bliebe, der mir jetzt so wohl gefällt! Nun mein sehn soll immer⸗ fort fest bestehn auf diesem Wort, sei es heiter oder trübe: Der am Kreuz ist meine Liebe. 2. Zwar es ist mir unver⸗ borgen, was die Lieb oft nach sich zieht: Schmach Ver⸗ folgung, Not und Sorgen, Kreuz und Armut bringt sie mit. Ja, wenn er, mein 0b land, will, ist kein bittrer od 10 viel. Doch es komme no so trübe, der am Kreuz ist meine Liebe. 3. Lieber wähl ich solche Stard und der Kiehe ihrweren tand, als ohn ihn die besten Tage und der Ehren eitlen Tand. Heißt mich immer wunderlich, spotte man auch

Passionszeit. v. Vassionszeit.

über mich, daß ich, was er haßt, nicht übe, der am Kreuz ist meine Liebe.

4. Aber wißt ihr meine Stärke und was mich so mutig macht, daß mein Herz des Fleisches Werke und des Sa⸗ tans Grimm verlacht? Jesu Lieb ist mir gewiß, seine Lieb ist stark und süß! Was ist, das mich noch betrübe? Der am Kreuz ist meine Liebe.

5. Diese Liebe lohnet endlich, führt zu ihm ins Vaterhaus, ist zur letzten Zeit erkenntlich und teilt Kränz und Kronen aus. Ach, ach wollte Gott, daß doch alle Welt dereinst sich mich dieses in das Herz einschriebe: Der am Kreuz ist meine Liebe!

Joh. Ernst Greding, 1676—1748.

Mel.: An Wasserflüssen Babylon. 59 Ein Lämmlein geht 5 und trägt die Schuld

der Welt und ihrer Kinder; es geht und träget in Geduld die Sünden aller Sünder; es Dahn dahin, wird matt und ank, ergibt sich auf die Wür⸗

gebank, verzeiht sich aller

Freuden; es nimmet an Schmach, Hohn und Spott, Angst, Wunden, Striemen, Kreuz und Tod und spricht: Ich wills gern leiden.

2. Das Lämmlein ist der

große Cetlen und Heiland meiner Seelen; den, den hat

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