10 Von Cott, dessen Wesen
Werke und alle Himmel sein Gebiet.
2. Er will und sprichts! so find und leben Welten. Und er gebeut; so fallen durch sein Schelten die Him⸗ mel wieder in ihr Nichts.
3. Licht ist sein Kleid, und seine Wahl das Beste. Er herrscht als Gott, und sei⸗ nes Thrones Feste ist Wahr⸗ heit und Gerechtigkeit.
4. Unendlich reich, ein Meer von Seligkeiten; ohn' Anfang Gott, und Gott in ew'gen Zeiten! Herr aller Welt wer ist dir gleich?
5. Was ist und war im Himmel, Erd' und Meere, das kennet Gott, und seiner Werke Heere sind ewig vor ihm offenbar.
6. Er ist um mich, schafft, daß ich sicher ruhe; er schafft, was ich vor oder nachmals thue, und er erforschet mich und dich.
7. Er ist dir nah, du sitzest oder gehest. Ob du ans Meer, ob du gen Himmel flöhest: so ist er allenthalben da.
8. Er kennt mein Flehn und allen Rath der Seele. Er weiß wie oft ich Gutes thu und fehle, und eilt mir gnädig beizustehn.
9. Er wog mir dar, was er mir geben wollte schrieb auf sein Buch, wie lang ich leben sollte, da ich noch unbe⸗ reitet war.
10. Nichts, nichts ist mein, das Gott nicht ange⸗ höre. Herr! immerdar soll
deines Namens Ehre, dein
Lob in meinem Munde seyn! 11. Wer kann die Pracht von deinen Wundern fassen?
Ein jeder Staub, den du hast verkündigt
werden lassen, seines Schöpfers Macht.
12. Der kleinste Halm ist deiner Weisheit Spiegel. Du Luft und Meer, ihr Auen, Thal und Hügel, ihr seyd sein Loblied und sein Psalm.
13. Du tränkst das Land, führst uns auf grüne Wei⸗ den; und Tag und Nacht
und Korn und Wein und
Freuden empfangen wir aus deiner Hand.
14. Kein Sperling sällt, Herr, ohne deinen Willen; sollt' ich mein Herz nicht mit dem Troste sillen, daß deine Hand mein Leben hält?
15. Ist Gott mein Schutz, will Gott mein Retter wer⸗
den, so frag ich nichts nach
Himmel und nach Erden, und biete selbst der Hoͤlle Trutz.
Ewigkeit und Unverän⸗ derlichkeit Gottes. Mel. Liebster Zesu, wir sind 18 G's du bist von V Ewigkeit, und dein herrlich großes Wesen ändert sich zu keiner Zeit, Du


