534 Geistliche Volkslieder.
Sehnsucht im Herzen erglühet, Still, nur still! wie Gott will.
2. Still, nur still! wie Gott will. Treibt es dich mächtig, zu fragen: Kann so viel Schmerz ich ertragen? Still, nur still! wie Gott will.
3. Still, nur still! wie Gott will. Gott ist die ewige Liebe: Thöricht, wenn ich mich be⸗ trübe! Still, nur still! wie Gott will.
Missionsharfe.
Eigene Melodie. — ochter Zion, freue 32.;7 dichl Jauchze laut, Jerusalem! Sieh, dein König kommt zu dir, Ja, er kommt, der Friedensfürst. Tochter Zion ꝛc.
2. Hosianna, Davids Sohn! Sei gesegnet deinem Volk! Gründe nun dein ew'ges Reich, Hosianna in der Höh! Hosianna, Davids Sohn ꝛc.
3. Hosianna, Davids Sohn! Sei gegrüßet, König mild! Ewig steht dein Friedensthron, Du, des ew'gen Vaters Kind! Hosianna Davids Sohn ꝛe.
Sach. 9,9.
Eigene Melodie. 33 War macht ihr, daß ihr weinet Und brechet mir mein Herz? Im Herrn sind wir vereinet Und bleiben's allerwärts. Das
Band, das uns verbindet, Löst weder Zeit noch Ort;
Was in dem Herrn sich finder, Das währt in ihm auch fort.
2. Man reicht sich wohl die Hände, Als sollt's ge⸗ schieden sein, Und bleibt doch ohne Ende Im innigsten Verein. Man sieht sich an, als sähe Man sich zum letzten Mal, Und bleibt in gleicher Nähe Dem Herrn doch überall.
3. Man spricht: Ich hier, du dorten, Du ziehest, und ich bleib; Und ist doch aller⸗ orten. Ein Glied an seinem Leib. Man spricht vom Scheidewege Und grüßt sich einmal noch Und geht auf Einem Wege In Einer Rich⸗ tung doch.
4. Was sollen wir nun weinen Und gar so traurig sehn? Wir kennen ja den Einen, Mit dem wir alle gehn. In Einer Hut und Pflege, Ge⸗ führt von Einer Hand Auf Einem sichern Wege Ins Eine Vaterland.
5. So sei denn diese Stunde Nicht schwerem Trennungsleid, Nein, einem neuen Bunde Mit unserm Herrn geweiht. Wenn wir uns ihn erkoren Zu unserm höchsten Gut, Sind wir uns nicht verloren, Wie weh auch Scheiden thut!
Ph. Spitta, 4 1859.
Mel.: Meinen Jesum laß ich nicht. Menn der Herr ein
34. Wẽ Kreuze schickt,
Laßt es uns geduldig tragen!


