Advents⸗Lieder.
J
un
ker H
Schrecken ma
ren Donners
Gottes Zorn
Also tief ins Herze schläget, Daß sich all mein Blut be⸗ weget!
3. Dazu kommt des Teu⸗ fels Lügen, Der mir alle Gnad' absagt, Als müßt ich nun ewig liegen In der Hölle, die ihn plagt. Ja auch, was noch ärger ist, So zermartert
jed und zerfrißt Mich mein eige⸗
nes Gewissen Wie mit gift'gen
Schlangenbissen.
4. Will ich denn mein Elend lindern Und erleichtern meine Not Bei der Welt und
ihren Kindern, Fall ich vol⸗ lends in den Tod; Da ist Trost, der mich betrübt, Freude, die mein Unglück liebt, Hel⸗ fer, die mir Herzleid machen, Gute Freunde, die mein lachen.
5. In der Welt ist alles nichtig; Nichts ist, das nicht kraftlos wär: Hab' ich Hoheit, die ist flüchtig: Hab' ich Reich⸗ tum, was ists mehr, Als ein Stäublein armer Erd'? Hab' ich Lust, was ist sie wert? Was ist, das mich heut' er⸗ freue, Das mich morgen nicht gereue?
6. Aller Trost und alle Freude Ruht in dir, Herr
esu Christ; Dein Erfreuen ist die Weide, Da man sich recht fröhlich ißt. Leuchte mir, o Freudenlicht, Ehe mir mein Hd bricht; Laß mich Herr, an dir erquicken, Jesu, komm, laß dich erblicken!
7. Freu dich, Herz, du bist erhöret, Jetzo kommt und zeucht er ein; Sein Gang ist zu dir gekehret, Heiß ihn nur willkommen sein, Und bereite dich ihm zu, Gieb dich ganz zu seiner Ruh', Oeffne dein Gemüt und Seele, Klag ihm, was dich drück' und quäle.
8. Was du Böses hast be⸗ gangen, Das ist alles abge⸗ schafft; Gottes Liebe nimmt Wauen Deiner Sünden Macht und Kraft. Christi Sieg behält das Feld, Und was Böses in der Wett Sich will wider dich erregen, Wird zu lauter Glück und Segen.
9. Alles dient zu deinem Frommen, Was dir bös und schädlich scheint, Weil dich Christus angenommen Und es treulich mit dir meint. Bleibst du dem beständig treu, Ists dn m und bleibt dabei, Daß du mit den Engeln dro⸗ ben Ihn dort ewig werdest loben.
Paul Gerhardt, geb. 1607 4 1676.
Mel. Valel will ich dir geben.
28. Wne w
wie begegn ich dir? O aller


