Verzeichnis der Liederdichter
Christoph Georg Ludwig Meister, geb. 1738 in Halle, gest. 1811 als Pastor prim. und Professor in Bremen.— 68. »Johann Mentzer, geb. 1658 in Jahmen in der Ober⸗ lausitz, Freund Schwedlers und der Großmutter Zinzen⸗ dorfs, der Henriette Katharina von Gersdorf; auch Zinzen⸗ dorf selbst suchte ihn öfters auf und hrin ihn als einen „im Ofen der Trübsal geläuterten“ Christen hoch; seit 1691 im Pfarramt, 1696 Pastor in Kemnitz bei Bernstadt
in Sachsen, daselbst gest. 1734.— 173. 341. 400.
Johann Matthäus Meyfart, geb. 1590 in Jena, Direktor des berühmten Gymnasiums Casimirianum in Koburg, dann Professor der Theologie in Erfurt, wegen seiner Schriften über Sittenreform auf den Universitäten und auch in der Kirche viel angefeindet; erwecklicher Schrift— steller, der mit wiederholtem Wächterruf die schlafende Christenheit unter Hinweis auf die letzte Zeit erwecken wollte; gest. 1642.— 537.
Josef Mohr, geb. 1792 in Salzburg, starb 1848 als katholischer Vikar in Wagrein bei St Johann im Salz⸗ kammergut.— 555.
*Martin Moller, geb. 1547 in Kropstädt bei Wittenberg, 1568 Kantor in Löwenberg, 1573 Diakonus dort, 1575 Pastor in Sprottau, seit 1600 in Görlitz, wo er 1605 erblindete, aber sein Amt weiter versah, starb hier 1606; seine erbaulichen Schriften viel gelesen.— 344. 362.
Johann Mühlmann, geb. 1573 in Pegau bei Leipzig, Profes⸗ sor der Theologie und Prediger in Leipzig, gest. 1613.— 442.
Michael Müller, geb. 1673 in Blankenburg, Schüler Franckes, von Kind an kränklich, so daß er eine schwere Leidensschule durchmachen mußte. Er wurde Hauslehrer in Schaubeck in Württemberg, wo er auch tägliche Bet⸗ stunden hielt, er starb schon 1704. Seine Lieder sind voll kindlichen Glaubens.— 44.
Kaspar Friedrich Nachtenhöfer, geb. 1624 in Halle, Pastor in Koburg, dort gest. 1685.— 18.
Christoph Neander, geb. 1724 in Eckau(Kurland), Dichter der Aufklärung, Anhänger der Kautschen Philosophie, Propst in Gränzhof(Kurland), hier gest. 1802.— 444.
Joachim Neander, geb. 1650 in Bremen, früh mit Spener bekannt, erster bedeutender Dichter der deutsch-reformierten Kirche, ohne daß seine Lieder konfessionell abgestimmt wären, zuerst Rektor in Düsseldorf, unter dem Einflußdes Un⸗ dereykschen Pietismus, wegen der von ihm gehaltenen Privat⸗ erbauungsstunden viel verfolgt, seit 1679 Fünfuhr⸗Prediger in Bremen, hier gest. 1680.— 157. 393. 406. 468.
David Nerreter, geb. 1649 in Nürnberg, erst Pastor in Bayern, gest. als Konsistorialrat in Stargard 1726.— 352.
Kaspar RNeumann, geb. 1648 in Breslau, daselbst seit 1679 Diakonus bei Maria 15 Sömh gest. 1715 als Pastor bei Elisabeth, Kirchen⸗ und Schulinspektor und Professor der Theologie in Breslau, ein vielseitiger und weitberühmter
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