Wi Menschen haben der göttlichen Majestät nichts zu schenken noch Il geben denn unsere Leiber, ja uns selbst anz und gar zum Opfer, und danach das zob und den Ruhm seines heiligen Namens, welches die heilige Schrift nennet Opfer des Lobes und unserer Lippen, die wir ihm auch täglich für die mannigfaltigen empfangenen Guttaten zu opfern und zu geben schuldig sind, wie die heilige Schrift oft vermahnet. Und obgleich ein jeder Christenmensch solches von sich selbst und bei sich selbst allein nach seiner Andacht tun könnte, so ist dennoch die Anleitung und Anreizung untereinander vielmehr da⸗ 60 dienstlich, daß nämlich ein Gliedmaß hristi das andere aufmuntert und zum Lob Gottes vermahnet und der göttlichen Gütigkeit, Allmächtigkeit, Weisheit, Ge⸗ rechtigkeit und Wahrheit erinnert, wie uns viele Psalmen und sonderlich St. Paulus dazu ermahnen. Auch über das die edle Kunst Musika, so wunderlich und wunder⸗ samlich von Gott geschaffen und gegeben, mit so mannigfaltigen Harmonien und unterschiedlichen Tönen, daß man ihn da⸗ mit loben und uns untereinander zum Lobe Gottes und zur Andacht reizen mögen.
Valentin Triller Panthenau Kr. Nimptsch 15⁵⁵


