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Katholisches Gesang- und Gebetbuch für die Diözese Fulda : mit einem Stahlstich / herausgegeben im Auftrag des Hochwürdigsten Herrn Joseph, Bischofs von Fulda
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346.(Im Ton v. Nr. 131.75

1. Reine Engel! ungesehen schwebt ihr um die Mens chheit her, stets geschäftig, zu verbreiten* unsers großen Gottes Ehr. Außer unserm Weltenkreise, in der unsichtbaren Welt, dort bei Gott im hohen Himmel seid von ihm ihr hingestellt. 2. Doch von uns hier nicht getrennet dnaht ihr euch auch unsrer Welt.* Einst nach der Vollendungs⸗ stunde, wenn der dichte Schleier fällt, 5 Einst, wenn wir hinüber schweben über Grab und Zeitlichkeit, werden wir euch näher kennen* Brüder in der Ewigkeit!

3. Engel nennt euch unsre Sprache, lieblich malt euch unser Geist,* sieht euch stehn vor Gottes Throne, à* wo ihr ihn in Liedern preist, Wohlgeziert im Unschuldskleide,* Friedenspalmen in der Hand. ausgeschmückt mit Kraft und Tugend, ewig rein im heil'gen Stand. 4. Reine Wesen,

immelsbürger,* schön durch ew'ge Herrlichkeit!* ach, der

laube ist so selig, daß ihr unsre Freunde seid,* daß euch

unser Schicksal rühret, daß ihr uns zur Seite steht,' unsre stille Tugend segnet‚ jede fromme Träne seht!

5. O wer wollte sich nicht scheuen vor geheimer Laster⸗ tat?* wer mit Scham zurück nicht treten vom verborgnen

Sündenpfad?* Ist es möglich, daß der Pilger sein erhabnes

Ziel vergißt?* wenn er lebet im Gedanken, daß er unter Engel ist. 6. Wird der Geist in ihm nicht siegen, wenn ein bess'rer Geist ihm winkt? àwird nicht Himmelskraft ihn stärken, wenn die Kraft ermattet sinkt?? Wie der Mond aus dunkeln Wolken* hell sein Bildnis widerstrahlt: do so siegt das Herz im Kampfe, dem der Engel Bild vorstrahlt. 7. Auf, mein Geist, in jene Welten, wenn dich Erden⸗ lust berückt; denk' an jene sel'gen Geister, wenn dich deine Knechtschaft drückt!* Strebe mutig zu dem Ziele,* aus der Finsternis zum Licht! Gott und Engel sind dir nahe:* kämpfe, bete, weiche nicht. 347.(Mel.: O mein Christ. Nr 71.) 1. Selig sind, die arm im Geiste tun, was sie der Glaube lehrt,* deren holden Seelenfrieden nie des Zweifels Aufruhr

stört.» Gläub'ge Seelen freuet euch! euer ist das Himmelreich.

2. Selig sind, die sanften Mutes duldend Gottes Wege gehn,

* und der Welt Beleidigungengern verzeihend übersehn. * Fromme Brüder, freuet euch!* euer ist das Himmelreich.

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