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Das christliche Leben
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Um 1802 ·
1. I Wir pflügen und wir streuen/ den Samen auf das Land,/ doch Wachstum und Gedeihen/ steht in des Himmels Hand;/ der tut mit leisem Wehen /sich mild und heimlich auf/ und träuft, wenn heim wir gehen,/ Wuchs und Gedeihen drauf. Alle gute Gabe kommt her von Gott, dem Herrn; drum dankt ihm, danki,/ drum dankt ihm, dankt/ und hofft auf ihn! ö
2. II Er sendet Tau U und Regen/ und Sonn- und Mondenschein/ und wickelt seinen Segen/ gar zart und künstlich ein;/ und bringt ihn dann behende in unser Feld und Brot; /es geht durch unsre Hände, kommt aber her von Cott./ A Alle gute Gabe kommt her von Gott, dem Herrn;:,: drum dankt ihm, dankt:,: und hofft auf ihn!
3. IWas nah ist und was ferne,/ von Gott kommt alles her,/ der Strohhalm und die Sterne,/ das Sandkorn und das Meer./ Von ihm sind Büsch und Blätter/ und Korn und Obst, von ihm/ das schöne Frühlingswetter/ und Schnee und Ungestüm./ A Alle gute Cabe kommt her von Gott, dem Herrn; 25: drum dankt ihm, dankt:,: und hofft auf ihn!
4. II Er läßt die Sonn aufgehen,/ er stellt des Mondes Lauf,/ er läßt die Winde vehen/ und tut die Wolken auf./ Er schenkt uns so viel Freude,/ er macht uns frisch und rot;/ er gibt dem Viehe Weide/ und seinen Menschen Brot./ A Alle gute Gabe kommt her von Gott, dem Herrn;:,: drum dankt ihm, dankt:,: und hofft auf ihn!
Matthias Claudius, 1 1815.
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