Ad vent
Vot/ mit reichem Trost euch speisen,/ er will euch Hilf erweisen,/ ja dämpfen gar den Tod.
3. Frisch auf in Gott, ihr Armen,/ der Rönig sorgt für euch. Er will durch sein Erbarmen/ euch machen groß und reich./ Der alles hat bedacht,/ der wird auch euch ernähren;/ was Menschen nur be⸗ gehren,/ das steht in seiner Macht.
4. Frisch auf, ihr Sochbetrübten,/ der Rönig kommt mit Macht./ An uns, die Zerzgeliebten,/ hat er schon längst gedacht. Wun wird kein Angst, noch Pein,/ noch zorn hinfür uns schaden,/ dieweil uns Bott aus Gnaden/ läßt seine Kinder sein.
9. Auf, auf, mit schnellen Schritten,/ den Rönig eilt zu sehn!/ Er kommt in unsre Mitten/ stark, herrlich, sanft und schön./ Nun tretet all heran,/ den Heiland zu begrüßen,/ der alles Kreuz ver⸗ süßen/ und uns erlösen kann.
6. Der Rönig will bedenken/ die, so er herzlich liebt,/ mit köstlichen Geschenken,/ als der sich selbst uns gibt/ durch seine Gnad und Wort./ Ja, Rönig, hocherhoben,/ wir alle wollen loben/ dich freudig hier und dort.
7. Nun, Serr, du gibst uns reichlich,/ wirst selbst doch arm und schwach;/ du liebest unvergleichlich,/ du eilst den Sündern nach;/ drum wolln wir ins⸗— gemein/ die Stimmen hoch erschwingen,/ dir Zo⸗ sianna singen/ und ewig dankbar sein.
Johann Rist, 1 J667. 20
Mel.: Valet will ich dir geben. Melchior Teschner, J6J3.
. Wie soll ich dich empfangen,/ und wie begegn ich dir,/ o aller Welt Verlangen, /o meiner Seele
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