Der Tag des Zerrn II
2. Ich bin, Serr, zu dir gekommen,/ komme du nun auch zu mir;/ wo du Wohnung hast genom⸗ men,/ da ist lauter Himmel hier./ Zeuch in meinem Herzen ein,/ laß es deinen Tempel sein!
3. Laß in Furcht mich vor dich treten,/ heilge du Leib, Seel und Geist,/ daß mein Singen und mein Beten/ dir ein lieblich Opfer heißt./ Zeilge du, Herr, Mund und Ohr,/ zeuch das Zerz zu dir empor!
4. Mache mich zum guten Lande,/ wenn dein Saat⸗ korn auf mich fällt;/ gib mir Licht in dem Ver⸗ stande,/ und was mir wird vorgestellt,/ präge mei⸗ nem Herzen ein,/ laß es mir zur Frucht gedeihn!
9. Stärk in mir den schwachen Glauben,/ laß dein teures Kleinod mir/ nimmer aus dem Herzen rau⸗ ben;/ halte stets dein Wort mir für,/ daß es mir zum Leitstern dient/ und zum Trost im Zerzen grünt.
6. Rede, Serr, so will ich hören,/ und dein Wille werd erfüllt! /ichts laß meine Andacht stören,/ wenn der Brunn des Lebens quillt;/ speise mich mit Himmelsbrot,/ tröste mich in aller Wot!
BVenjamin Schmolck, 1 1737.
Zum Schlusse des Gottesdienstes II
Mel.: Liebster Jesu, wir sind hier(Nr. 6).
Unsern Ausgang segne Sott,/ unsern Eingang gleichermaßen;/ segne unser täglich Brot,/ segne unser Tun und Lassen,/ segne uns mit selgem Ster⸗ ben/ und mach uns zu Simmelserben.
Hartmann Schenk, 4 J68J.


