108 Episteln seid, daß ihr den Segen beerbet. Denn wer leben will und gute Tage sehen, der schweige seine Zunge, daß sie nichts Böses rede, und seine Lippen, daß sie nicht trü⸗ en. Er wende sich vom Bösen und thue Gutes, er uche Frieden und jage ihm nach. Denn die Augen des Herrn sehen auf die Gerechten, und seine Ohren auf ihr Gebet. Das Angesicht aber des Herrn siehet auf die, so Böses thun. Und wer ist, der euch schaden könnte, so ihr dem Gute nachkommt? Und ob ihr auch leidet um der Gerechtigkeit willen, so seid ihr doch selig. Fürch⸗ tet euch aber vor ihrem Trotzen nicht und erschrecket nicht. Heiliget aber Gott, den Herrn, in eurem Herzen.
Evangelium: Luk. 5, v. 1.11.
8 begab sich aber, daß sich das Volk zu Jesu drang, zu hören das Wort Gottes, und er sland am See Genezareth und sah zwei Schiffe am See stehen, die Fischer aber waren ausgetrelen und wuschen ihre Netze. Da trat er in der Schiffe eines, welches Simonis war, und bat ihn, daß er ein wenig vom Lande führete. Und er setzte sich und lehrete das Volk aus dem Schiff. Und als er hatte aufgehöret zu reden, sprach er zu Si⸗ mon: Fahret auf die Höhe und werfet eure Netze aus, daß ihr einen Zug thul. Und Simon antwortete und sprach zu ihm: Meister, wir haben die ganze Nacht ge⸗ arbeitet und nichts gefangen, aber auf dein Wort will ich das Netz auswerfen. Und da sie das thaten, beschlos⸗ sen sie eine große Menge Fische, und ihr Netz zerriß. Und sie winkten ihren Gesellen, die im andern Schiffe waren, daß sie kämen und hülfen ihnen ziehen. Und sie kamen und füllten beide Schiffe voll, also daß sie san⸗ ken. Da das Simon Petrus sah, siel er Jesu zu den Knien und sprach: Herr, gehe von mir hinaus, ich bin ein sündiger Mensch. Denn es war ihn ein Schrecken angekommen und Alle, die mit ihm waren, über diesen Fischzug, den sie mit einander gethan hatten. Dessel⸗ bigen gleichen auch Jakobum und Johannem, die Söhne Zebedäi, Simonis Gesellen. Und Jesus sprach zu Si⸗ mon: Fürchte dich nicht, denn von nun an wirst du Menscheu


