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Gesangbuch für die Evangelische Kirche im Großherzogtum Hessen
Entstehung
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18 Von der Beichte.

von Gott selbst, und ja nicht daran zweifle, sondern fest glaube, die Sünden seien dadurch vergeben vor Gott im Himmel.

Welche Sünden soll man beichten?

Vor Gott soll man aller Sünden sich schuldig geben, auch die wir nicht erkennen, wie wir im Vater Unser thun. Aber vor dem Beichtiger sollen wir allein die Sünden bekennen, die wir wissen und fühlen im Herzen.

Welche sind die?

Da siehe deinen Stand an nach den zehn Geboten: ob du Vater, Mutter, Sohn, Tochter, Herr, Frau, Knecht oder Magd seiest; ob du ungehorsam, untreu, unfleißig, zornig, unzüchtig, gehässig gewesen seiest; ob du jemand Leid gethan habest mit Worten oder Werken; ob du ge⸗ stohlen, versäumet, verwahrloset, oder sonst Schaden ge⸗ than habest?

Allgemeine Beichte.

Ich armer Sünder erkenne in meinem Herzen und be kenne mit meinem Munde, daß ich nicht allein in Sün⸗ den empfangen und geboren, sondern auch mit allerlei wirklichen Sünden, bösen Gedanken, Worten und Werken gegen Gott, meinen Herrn, gröblich gefehlt habe und hiermit zeitlicher und ewiger Strafe schuldig worden bin.

Solches nun ist mir von Grund meines Herzens leid; habe aber Zuflucht zu seiner Gnade und Barmherzigkeit und bitte ihn demütig, daß er, um des Todes Jesu Christi, seines lieben Sohnes und meines Erlösers, willen mir meine Sünden verzeihen wylle.

Ich will inskünftige, durch die Gnade Gottes und den Beistand des heiligen Geistes, mein Leben bessern und frömmer werden.

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Aller A ihnen ihre Hand auf gefallen.

Darnach