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Gesangbuch für die Evangelische Kirche im Großherzogtum Hessen
Entstehung
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I. Der Tag des Herrn.

Am Morgen.

Mel. Mein Jesu, dem die Sera⸗ phinen ꝛc.

(Daß ich der Tugend Höh.) 1 Beschwerte Herz, leg ab die Sorgen; er⸗ hebe dich, gebeugtes Haupt! Es kommt der angenehme Morgen, da Gott zu ruhen hat erlaubt, da Gott zu ruhen hat befohlen und selbst die Ruhe eingeweiht; auf, auf, die ihm geraubte Zeit in seinem Dienste einzu⸗ holen. 2. Auf, laß die Welt aus deinem Sinne, dein irdisch Werk muß stille stehn; du sollst zu höherem Gewinne in deines Gottes Tempel ehn, ihm zu bezahlen deine Pflichten und zur Vermeh⸗ rung seines Ruhms die Werke deines wacht zu 50r in tief⸗ ster Andacht 6 verrichten. 3. Mein Gott! ich bin vor dir erschienen und gebe auf dein Winken acht; wie kann ich dir gefällig dienen,

wenn mich dein Geist nicht tüchtig macht? Wie werde ich in dir erfreuet, wenn er nicht tillt der Sünde Schmerz?

ie bet ich, wenn er nicht das Herz durch seine Gnade mir erneuet?

4. Kann meine Harfe lieb⸗ lich klingen, wenn sie dein Finger nicht berührt? Kann ich die finstre Nacht durch⸗ dringen, wenn mich dein Licht nicht aufwärts führt? Kann ich ein reines Opfer werden, wenn deine Flamm nichtin mich fährt und mich in deiner Lieb verzehrt und hebet von dem Staub der Erden?

5. Mein Jesus hat mein

Herz so teuer zu seinem Tem⸗ pel eingeweiht: hier ist dein Herd, hier ist dein Feuer, die Fülle deiner Dein Stult dein Heiligtum, dein Stuhl der Gnade; dein Licht und Recht, das Himmelsbrot, des Geistes Frucht und dein Ge⸗ boterfüllen diese Bundeslade.

6. In deinem Haus ich mir bauen die

will 1 Hütte,