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Gesangbuch für die evangelische Kirche im Großherzogtum Hessen : [nebst] Gebete zur häuslichen Andacht
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18 Engel

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19

melreich und schenkt uns seinen Sohn.:

2. Er kommt aus seines Vaters Schoß und wird ein Kindlein klein; er liegt dort elend, nackt und bloß1 in einem Krippelein.

3. Der Herr begibt sich der Gewalt, wird niedrig und gering, nimmt an sich eines Knechts Gestalt, 1 der Schöpfer aller Ding.

4. Er wechselt mit uns wunderbar, nimmt Fleisch an, wird uns gleich und beut uns Gottes Klarheit dar 1 in seines Vaters Reich.

5. Er wird ein Knecht

und ich ein Herr, das mag

ein Wechsel sein! Wie könnte doch sein freundlicher das liebe Christkindlein!:

6. Heut schleußt er wieder auf die Tür zum seelt Paradeis; der Cherub steht nicht mehr dafür, Gott sei Lob, Ehr und Preis!

N. Hermann, 1 1561.

35 Frder soll mein Herze springen dieser Zeit, da vor Freud alle Engel singen. Hört, hört, wie mit vollen Chören alle Luft jauchzt und ruft: Christus ist geboren!

2. Heute geht aus seiner Kammer Gottes Held, der die Welt reißt aus allem Jammer. Gott wird Mensch, dir, Mensch, zu gute; Gottes

Weihnachten.

Nr. 35

Kind, das verbindt sich mit unserm Blute.

3. Sollt uns Gott nun können hassen, der uns gibt, was er liebt über alle Maßen? Gott gibt, unserm Leid zu wehren, seinen Sohn aus dem Thron seiner Macht und Ehren.

4. Nun, er liegt in Fun Krippen, ruft zu sich mich und dich, spricht mit süßen Lippen: lasset fahren, lieben Brüder, was euch quält, was euch fehlt; ich bring alles wieder.

5. Ei, so kommet ohn Ver⸗ weilen, stellt euch ein, groß und klein, laßt uns zu ihm eilen! Liebt den, der vor Liebe brennet, schaut den Stern, der uns gern Licht und Labsal gönnet.

6. Die ihr nin in großen Leiden, sehet, hier ist die Tür zu den wahren Freuden. Faßt ihn wohl, er wird euch führen an den Ort, da hinfort euch kein Kreuz wird rühren.

7. Wer sich fühlt beschwert im Herzen, wer empfindt 1 Sünd und Gewissens⸗ chmerzen, sei getrost: hier wird gefunden, der in Eil machet heil auch die tiefsten Wunden.

8. Die ihr arm seid und elende, kommt herbei, füllet frei eures Glaubens Hände! Hier sind alle guten Gaben und das Gold, dran ihr sollt eure Herzen laben.