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Deutsches evangelisches Gesangbuch / [Herausgeber Hans Beck]
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Die Dichter der Lieder

Ill. Das Jahrhundert des großen Krieges a) Kirchliche Sünger der schweren Zeit

Johann Bermann Schein, geb. 1586 in Grünhain(Sachsen), gest. 1630 als Thomaskantor in Leipzig, einer der bedeutendsten deutschen Muliker vor Bach. Nr. 578.

Christoph Knoll, geb. 1563 in Bunzlau(Schles.), Lehrer und später Pfarrer in Sprottau und zuleßt in Klittgendorf(Schles.), gelt. 1050. Das in einer Pestzeit gedichtete Lied Nr. 313 schildert den chriltlichen Todeskampf.

Valerius Rerberger, geb. 1562 in Fraustadt(Polen), Pfarrer da⸗ selblt. Bedeutender Prediger(Rerzpoltille u. a.). Rarte Jugend, römischer Druck, Pest, Feuer⸗ und Kriegsnot machten sein Leben zu einer Leidenszeit, was in Nr. 312 zum Ausdruck kommt. Die Anfangsbuchltaben der Strophen bilden leinen Vornamen. Gelt. 1627.

Iulichael Altenburg, geb. 1584 in Alach bei Erfurt, Pfarrer um und in Erfurt, Feldprediger im Reere Gustav Adolfs. Nach der Lofung von Breitenfeld(Sott mit uns) dichtete er wahrscheinlich Nr. 97 als des Schwedenkönigs felölied vor der schlacht bei Lützen 1632; gest. 1640.

Johann Reermann, geb. 1585 in Raudten bei Clohlau(Schlel.) aufgewachsen in Breslau, Brieg und fraustadt bei Rerberger, Student in Strabburg, Pfarrer in Köben bei Glogau. Sin von schwerem Leid(Krankheit, Kriegonot, Familienkummer) heim⸗ gesuchter NUlann, der seinen Ruhestand in Lissa(Polen) verbrachte Und viel Troltschriften verfaßte. Zwischen Luther und Gerhardt der bedeutendste Liederlünger, schon als jüngling zum Dichter Eumt dr⸗ gest. 1647. Aus seinen Zahlreichen Liedern spricht der

rnit der Zeit und seines Lebens: Nr. 29, 38, 39, 61, 78, 99, 145, 146, 195, 275, 290, 409, 531.

Martin Rinckart, geb. 1586 in Silenburg(Kursachsen), Kantor und Pfurrer in Sisleben, wührend des ganzen 30 jührigen Krieges Pfarrer in leiner Vaterftadt. Sin treuer Relfer und Versorger, Führer und Retter seiner Gemeinde. Als einzig überlebender Pfarrer begrub er im Peltjahr 1637 an 4000 Leichen; gelt. 1649. Von feinen zahlreichen Liedern ilt nur das Danklied(urspr. ein Tilchlied nach Sirach 50) Semeingut geworden. Nr. 245, 407.

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