2². Von der Liebe zum Nächsten.
1. Eine Seele, die ihren Nächsten nicht liebt, kann nicht in Wahrheit sagen, daß sie Gott liebe. Welche gute Werke wir auch tun mögen, wir tun nichts, wenn wir nicht unsere Brüder lieben. Gott verabscheut selbst den Martertod, wenn er nicht von der Liebe begleitet ist.
2. Das ist mein Gebot, sagt Jesus, daß ihr einander liebet, wie ich euch geliebt habe. Der Umstand allein, daß mein Nächster von Jesuz Christus geliebt wird, genügt schon, um mich zu verpflichten, ihn von ganzem Herzen zu lieben. Wer bin ich denn, daß ich den nicht lieben wil, welcher von meinem Erlöser so sehr geliebt wurde?
3. Liebe ich alle Menschen, wie Christus mich geliebt hat, d. h. so sehr, daß ich bereit wäre, meine Güter und mein Leben für sie hinzugeben? Diese Hingebung ist so selten in der Christen⸗ heit, und dennoch wurde sie von Jesus Christus
und allen Heiligen geübt.
Anwendung. Suche in dir eine wahre Nächstenliebe zu erwecken und vermeide alles, was dieselbe verletzen könnte.
Wer seinen Nächsten liebt, hat das Gesetz er⸗ füllt. Röm. 15.
28. Von der Liebe zu den Feinden.
1. Die Liebe ist so sehr dem Christentum eigen, daß wir verpflichtet sind, selbst unsere Feinde zu lieben. Christus, der Herr, gab uns dazu Vorschrift und Beispiel. Gott befiehlt, und es wird uns schwer, zu gehorchen? Goti
620 Kurze Betrachtungen auf alle Tage d. Monates.
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3.— Bekenne die sich Altare, hoffen, nur die die Ver Seele,! Hölle g
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