traten zu ihm, und brachten ihm Essig, und sprachen: Bist du der Juden sönig, so hilf dir selber.
Aber der Übeltäter einer, die da gehenkt waren, lästerte ihn und sprach: Bist du christus, so hilf dir selbst und uns. Da antwortete der andre, strafte iyn, und sprach: Und du fürchtest dich auch nicht vor Gott, der du doch in gleicher Ver⸗ dammnis vist? Und iwar wir sind billig drinnen, denn wir empfangen, was unsre Taten wert sindz dieser aber hat nichts Ungeschicktes gehandelt. Und sprach zu Jesur hErr, gedenke an mich, wenn du in dein Reich kommst. Und Zesus sprach zu ihm: Wayrlich, ich sage dir, heute wirst du mit mir im paradliese sein.
Es stunden aber vei dem sreuze Jesu seine mutter und seiner Mutter Schwe⸗ ster maria, leophas Weib, und maria magdalena. da nun Zesus seine mutter sayhe, und den Zünger dabei stehen, den er lieb hatte, spricht er zu seiner Mutter: Weib, sieye, das ist dein Sohn! Darnach spricht er ju dem Jünger: Siehe, das ist deine mutter! und von Stund an nahm sie der Jünger zu sich.
Und von der sechsten Stunde an ward eine finsternis über das ganze Land bis an die neunte Stunde, und die Sonne verlor ihren Schein. Und um die neunte Stunde rief Jesus laut und sprach: Eli, Eli, lama asabthani? das ist: ein Gott, mein sott, warum haͤst du mich ver⸗ lassen? Etliche aver, die dabei stunden, da sie das höreten, sprachen sie: Siehe, er ruft den Elias.
Darnach, als Jesus wußte, daß schon alles vollbracht war, daß die Schrift erfüllet würde, spricht er: Mich dürstet. Da stund eln õefaß voll Essig, und vald lief einer unter ihnen hin, naym einen schwamm, und füllte iyn mit Essig, und steckte iyn auf ein Rohr von sop, und hielts ihm dar j3um munde, und tränkete ihn, und sprach mit den andern: halt, laß sehen, ob Elias komme und iyhn herabnehme. Da nun Jesus den Essig genommen hat⸗ te, sprach er: Es ist vollbracht. Und aver⸗
mal rief er laut, und sprach: Vater, ich vefeyle meinen seist in deine hände. Und als er das gesagt, neigte er das haupt, und gab seinen öeist auf.
Und siehe da, der Vorhang im Tempel jerriß in zwei Stücke, von oben an bis unten aus, und die Erde erbebte, und die felsen jerrissen, und die õräber taten sich auf, und stunden auf viel Lelber der heiligen, die da schliefen, ung gingen aus den Gräbern nach seiner Nuferstey⸗ ung, und kamen in die heilige Stadt, und erschienen vlelen.
Aber der hauptmann, der dabei stund gegen ihm über, und die bei ihm waren, und vbewahreten Jesum, da sie sahen, daß er mit solchem 6eschrei verschied, und sahen das Erdbeben, und was da geschah, erschraken sie sehr, und priesen õott und sprachen: Wahrlich, dieser ist ein frommer mensch und 6ottes Sohn gewesen! Und alles Volk, das dabei war und zusah, da sie sayhen, was da geschah, schlugen sie an ihre Brust und wandten wleder um. Es stunden aber alle seine verwandten von ferne, und viele Wei⸗ ber, die iym aus Galiläa waren nach⸗ gefolget, unter welchen war maria magdalena und mlaria, des kleinen Ja- kobus und Joses mutter, und Salome, die mutter der Finder Zebedai, und viele andere, die mit ihm gen Jerusalem ge⸗ gangen waren, und hatten ihm gedie⸗ net, und sahen das alles.
Dle Juden aber, dieweil es der Rüsttag war, daß nicht die Leichname am streuze blieben den Sabbath üver,(denn des⸗ selbigen Sabvaths Tag war groß,) baten sie bilatum, daß ihre Beine gebrochen, und sie avbgenommen würden. Da ka⸗ men die Kriegsknechte, und brachen dem ersten die Beine, und dem andern, der mit ihm gekreuziget war. Als sie aber ju Jesu kamen, da sie sayen, daß er schon gestorven war, brachen sie iym die Beine nicht, sondern der seriegs⸗ Knechte einer öffnete seine Seite mit einem Speer, und alsvald ging blut und Wasser heraus. Und der das gesehen hat, der hat es veieuget, und sein Zeugnis
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Darnach war, w eln reie Stadt d der wa mer am Sottesy mihrer En J furcht und git mochte Pllatus schon


