Kunden des, Etablissements? gewesen, im Sommer und im Winter. Aber da nützt eben nichtsv, verfehlte er niemals hinzuzufügen, aPflicht bleibt Pflicht. Und wenn's um die Pflicht geht, dann kenn ich nicht mal Vater und Mutter.v
Zwei Bilder schmückten die Innenscite des Deckels an seinem Soldatenkoffer: eine kolorierte Photographie, die Sadowski im Ritterkostũm als Schauspieler bei einer Lieb- haberaufführung zeigte, und die Querschnittzeichnung ei- nes Vibrations-Fuß-Erfrischungs-Automaten, den er knapp vor Kriegsbeginn für sein Etablissement bestellt, aber nicht mehr geliefert erhalten hatte. Es war eine perfekte Zusammenstellung: für die Ritterromantik wie für das neueste Modell der Automatentechnik schlug Sadowskis Herz mit gleicher Hingabe.
Und versteckt unter seinem ruhigen, Scheinbar ganz un- komplizierten Wesen, trug Schütze Sadowski etwas Un- greif bares in sich. War es ein philosophischer Stich? Ein Tropfen Vertracktheit? Gerade jetzt kam es wieder zum Vorschein.
Da habe ich immer geglaubtv, begann er vor sich hin- zuspintisieren, ader ganze Witz im Leben ist, man muß sich den Umstãnden anpassen, ohne daß man sich selber auf- gibt. Nicht wild drauflosrudern, bis man Blasen kriegt und bis einem die Puste ausgeht, sondern hübsch kommod im Boot sitzen und nur nach und nach Richtung geben. Aber merkste was? Heutzutage geht das einfach nicht mehr... Achv, schloß er in einer überraschenden Aufwal- lung von Krger, aes ist alles eine einzige Scheiße.v
Dir sind wohl Motten ins Gemüt gekommen d» Klo- bocznik rãkelte sich faul. xch weiß gar nicht, was du hast? Geht es dir nicht prima? Sitzt du hier nicht großartig hin- term Winddv
Sadowski fingerte bekümmert an seiner langen, hängen- den Nase. aIch weiß nicht mehr, wo der Kahn hingeht. Das ist es. Und das gibt einem verdammt zu denken.»
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