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Wie war's denn heute, Holler?» rief mir Klobocznik entgegen, unterbrach sich jedoch im gleichen Atemzug. (warte! Eine Minute. Ich bin gerade am Gewinnen.
Er Spielte wie gewöhnlich mit Sadowski, dem dritten In- Sassen unseres Krankenhauszimmers, Mariage. Sie trugen beide den rechten Arm in der Binde und hatten nur die Linke frei, aber das behinderte sie nicht weiter, denn Sa- dowski war es gelungen, zwei Drahtgestelle zum Halten der Karten zu bauen, die an den bandagierten Armen ange- macht wurden und nach einem Wort ihres Erfinders bei- nahe besser waren als Naturhände.
Trumpf! Und Trumpf! Und nochmals Trumpf! Klo- bocznik hieb die Karten klatschend auf den Tisch.«Sticht alle Asse mit Stiel und Stumpf. Das nãchste Mal besser auf- gepaßt, Meister Sadowski!lv Er strich unter lautem Lachen den Gewinn in Gestalt mehrerer Streichhölzer, ein; be- deutete seinem Partner, frisch zu mischen; und wandte sich, ohne den Mischenden aus dem Auge zu lassen, nun wie- der zu mir: Mlso erzãhl, Holler lvIch mußte haargenau be- richten, wie es bei der elektrischen Massage und bei der Durchleuchtung zugegangen war.
¶Und was hat nachher die Oberschwester gesagt?vwollte Klobocznik wissen.«Und wie war's beim Rõntgenfritzen; hast du was von ihm erfahren?
Es war seit mehr als zwei Wochen immer die gleiche Ge-
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