Auf mein Hallo lv hin meldete sich eine Stimme im har- ten Pialekt meiner Heimat: aHier R... Ist dort Herr Oberschütze Holler?... Hans Holler?... Das hiesige Bürgermeisteramt will Sie sprechen. Eine Sckunde! Ich verbinde.v
Das Bürgermeisteramt? Wohl Onkel Helmut. Was be- deutete das? War mit Mutter etwas geschehen? Ich Spürte den bekannten Stoß im Innern, gefolgt von dem Gefühl der sich plõtzlich ausbreitenden saugenden Leere.
Doch da hörte ich mich schon beim Namen gerufen: Hans! Hans dv Es gab mir einen zweiten heftigen Stoß. Das war doch Effi, wenn auch ihre Stimme seltsam, düũnn und mũde geklungen hatte. aHans? Ich bin's. Effi. v
Ich sagte schnell:«Hallo Effi. Wie geht es Mutter?
Ganz gut. Ein bißchen Rheuma wie immer, natürlich. v
Ich fühlte eine große Erleichterung. Aber gleich darauf ergriff mich ein Unbehagen anderer Art— etwas wie Platz- angst vor einer Fortsetzung der Bezichung zu Effi. Ich war erst vor wenigen Tagen vom Bataillonsrevier für võllig ge⸗ heilt erklärt worden und wollte damit das Kapitel Eff end- gültig abgeschlossen haben. Am lichsten hätte ich abge- hängt.
Merkte sie etwas? Sie rief:«Hallo! Hans! Bist du über- haupt noch dortꝰv
In meiner Verwirrung fiel mir nichts Besseres ein als zu fragen: Ja, wie kommst du denn aufs Bürgermeisteramt?ꝰ?
Effis Stimme nahm jetzt den gewohnten kessen Ton an: Pirekt durch die Talstraße. Zu Fuß... Ob ich an Vaters Stelle Vizebürgermeister geworden bin? Gott sei Dank, nein. Es ist selbst für jemand, der so gern stempelt und unterschreibt wie Vater, kein reines Vergnügen mehr. Nein, ich dachte mir bloß, von hier aus erreiche ich dich schneller. Aber wo hast du dich so lang herumgetrieben? Eine ganze Ewigkeit habe ich gewartet. v
ch mußte doch erst geholt werden. Und es ist der reine
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