flackerte ein trũbes Feuer. Es war klar, daß er weder Thea- ter spielte, noch auftrumpfen wollte, sondern aussprach, was er fühlte und woran er glaubte: Das sind altmodische Begriffe. Heutzutage genügt es nicht, dem Gegner jede Kraft ⁊um Widerstand zu nehmen. Wenn wir unseren Fühe rungsanspruch wirklich restlos anerkannt schen wollen- mũssen wir bei den andern auch die leiseste Hoffnung aus- rotten, daß es für sie eine Wahl gibt zwischen bedingungs- loser Unterwerfung und irgendeinem chrenvollen Unter- gang. Nein, sie müssen schen, daß es nichts gibt, bloß ab- solute Unterordnung unter den Willen der höheren Rasse, oder ruhmlose Insektenvertilgung. Das ist nicht Willkür, das ist Serechtigkeit. Das Recht des Stãrkeren ist auch das stärkere Recht. Und der Herrgott marschiert nun mal nur mit den stãrkeren Bataillonen.
Er schwieg, ganz ausgepumpt. Niemand sonst Ssagte ein Wort. Die Nacht schien dichter und kãlter zu werden.
Es gab einen Halt.
Der Gesang stieg jetzt laut, orgelnd empor: Kde domov muj ? Wo ist mein Heimatland? Doch es war nicht mehr eine sanfte Klage, es war eine Forderung, eine grimmige Verheißung.
Neben unserem Wagen tauchte ein junger SS. Offizier auf und befahl: ¶Alles runter! Im Laufschritt nach hinten!
Wãhrend wir unter der Fũhrung Marofkes, der noch ein paar hastigeWeisungen von dem SS. Offizier erhalten hatte, dahinrannten, schlug uns heiseres Gebrüll, das Krachen von Kolbenstõßen, Kchzen und Stöhnen, immer wieder vermischt mit Fetzen des, Kde domov muj⸗ entgegen. Ich fühlte eine dumpfe Aufregung in mir rumoren. Der Ge- danke, einen Fall vorzutäuschen und auf diese Weise zu- rückzubleiben, zuckte mir durch den Kopf. Aber Dietz hielt sich zu dicht an meiner Seite, als ahne er etwas, und da verließ mich der Mut. Auch wurde ich von einer uner-
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