und daselbst erschossen worden, da sie versucht hatten, Sich der Festnahme mit Waffengewalt zu widersetzen. Fanfaren und das HorstWessel Lied folgten der Verle- sung des im Stile der Heeresberichte abgefaßten Com- muniqueẽs. Wir starrten uns verdutzt an.
Als erster fand Klobocznik die Sprache wieder. Er schleu- derte seine Mütze auf den Boden. Da bleibt einem ja die Spucke weg! Das Sind doch die beiden aus der Sakristei, von denen Marofke erzählt hat, daß sie unterwegs abge- knallt wurden. Na, so ein Schwindell
(Aber, aber!lv ließ sich Chabrun vernehmen; er sprach langsam, ganz in den Anblick seiner Fingernägel versun- ken. Wer wird gleich so was annehmen? Frag doch Dietz, der weiß sicher eine Erklãrung. v
Dietz biß sich auf die Lippen, blieb aber stumm.
Scelke wurde auf einmal von einem Gedanken elektri- siert. Wartet mal, wollt ihr wetten, die Lackstiefelbonzen kriegen jetzt auch noch die zwanzig Millionen. Klar. Die kassieren den Preis ein l*
Und wir kõnnen uns das Maul abwischen 1v Klobocz- nik fuhr sich mit dem Handrũcken über die Lippen. Da- pei haben wir diese sogenannten Attentäter genau s0 gut erwischt wie sonst jemand. Aber natürlich, wer den Preis pekommt, ist von den Herren in Berlin lange vorher aus- geknobelt worden. Da kommt unsereins nicht ran. Wir pleiben unser Lebtag lang kleine Gauner. v
Na, hör mal, was heißt denn das? versetzte Scelke hit- zig. Wie kommst du dazu, uns Gauner zu nennen? 80 was Soll man nicht mal im Spaß sagen. Nein, nein!v Er war ernstlich erbost und schimpfte noch eine ganze Weile halb- laut vor sich hin.
202


