ersäãttlichen Zärtlichkeit, wie sie nur die Vorahnung einer langen, vielleicht unwiderruflichen Trennung erzeugt. (Effi...» cIch weiß. v Sie riß sich los und glitt hinaus.
Als ich eine Viertelstunde spãter in die Diele hinunter- kam, hatte Effi ein kleines Frühstück vorbereitet. Ihr Haar war in Ordnung gebracht, ihre Lippen glänzten in frischer Röte, und im Gürtel steckte eine Pfingstrose.
Vater hat sich einigermaßen beruhigtꝰ, berichtete sie sachlich, cich hab ihn ins Bett zurückgeschickt. Hier ist ein Paketchen für dich. Gib mir mal deine Feldflasche, ich will sie mit Port füllen. Deine Mutter wartet auf dich in ihrem Zimmer. v Sie half mir, die volle Feldflasche am Koppel befestigen und den Uniformrock darunter glatt- zichen.«So. v Sie küßte mich rasch und schob mich weg.
Ich sehe noch ihr Lächeln, ihr ungewisses Lächeln, ein wenig herausfordernd und ein wenig melancholisch.
Meine Mutter saß in ihrem Ohrenstuhl neben dem Bett. Sie schaute mir von ganz nahe in die Augen, wie sie es frũher getan hatte, wenn sie herausbekommen wollte, ob ich sie anlog oder ihr die Wahrheit sagte:«Es ist doch mit dir nichts passiert, Hans dv fragte sie eindringlich.
Wieso denn, Mutter?v
(Nun, ich meine, daß du so wegmußt, das heißt doch nicht... sie werden dich doch nicht jetzt an die Front schicken dv
(Nein, Mutter. Ich muß nach Prag zurück. Dort ist jetzt Marmbereitschaft für die ganze Garnison; da hören alle Urlaube auf.v
(Und wir haben nicht einmal Zeit gehabt, uns richtig auszusprechen. v Sie legte mir die Hãnde auf den Kopf und neigte sich zu meinem Ohr. Wersprich mir eins, mein Junge: gib acht auf dich. Ich weiß, sie wollen euch ein-
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